Polizei gibt Tipps, um sich zu schützen

Trickbetrüger stehlen Seniorin aus Hauneck mehrere tausend Euro

Ein Mann posiert am 09.09.2015 mit einem Telefon in Hannover (Niedersachsen).  (Symbolbild)
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Falsche Polizeibeamte, fingierte Gewinn-Benachrichtigungen: Enkeltricks gibt es in vielen Varianten. Die Dunkelziffer ist laut Polizei hoch. (Symbolbild)

Um mehrere tausend Euro haben noch unbekannte Täter eine 71-Jährige aus der Gemeinde Hauneck gebracht.

Hauneck - Die Trickbetrüger gaben sich am Mittwochnachmittag am Telefon als Bankmitarbeiter aus und machten der Frau weis, dass das Geldinstitut unklare Lastschriften auf dem Konto der Dame festgestellt habe, weshalb man nun von ihr neu generierte TANs zur Stornierung benötige.

Durch geschickte Gesprächsführung brachten sie die 71-Jährige laut Polizei auch zur Herausgabe mehrerer TANs, mit denen die Schwindler dann Überweisungen in Höhe von mehreren tausend Euro vom Konto der Frau tätigten.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: Trickbetrug ist vielfältig. „Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.“

Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren, so die Polizei. Anhaltende Telefonate während der Betrugshandlung verhinderten den Kontakt mit nahestehenden Personen. Hierdurch werde der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer seien bereit, hohe Wertbeträge zu zahlen. Wie sich gerade ältere Menschen sich schützen können, erklärt die Polizei auch unter www.senioren-sind-auf-zack.de. (red/nm)

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