Gemeinde kauft Grundstück in Oberhaun

Neuer Rewe ist weiterhin Thema in Hauneck

Der Rewe-Neubau an der neuen B 27 zwischen Unterhaun und Rotensee beschäftigte die Haunecker Gemeindevertreter auch in ihrer Sitzung am Donnerstagabend im DGH in Rotensee wieder.

Diesmal ging es um die 4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 Döllwiesen, der den jetzigen Standort betrifft. Dort sollte nach der Verlegung eigentlich kein Lebensmittelhandel mehr möglich sein, der Besitzer der 2007 errichteten Immobilie hatte aber Veto eingelegt. Rewe ist am künftigen Alt-Standort nur Pächter.

Der Beschluss, der wie gewohnt einstimmig gefasst wurde, macht nun auch eine erneute Auslegung der Unterlagen beziehungsweise Beteiligung der Öffentlichkeit notwendig, die ab 15. Juli erfolgt. Nach der Änderung wäre an der alten B 27 theoretisch weiterhin ein Lebensmittelmarkt möglich, wie Bürgermeister Harald Preßmann erläuterte, allerdings habe Rewe selbst noch einen langfristigen Mietvertrag dort.

Preßmann hofft weiterhin auf einen Baubeginn im Herbst. Bestandteil der Baugenehmigung sei auch die wegen der Flächenversiegelung erforderliche Ausgleichsmaßnahme. Auf Vorschlag der Gemeinde soll am Wehr in Bodes eine Fischaufstiegshilfe gebaut werden. Die Kosten trägt der Investor.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Beteiligung am Kreisarchiv, an dem sich vermutlich 15 Kommunen beteiligen werden. Hauneck will dort zwar keine Lagerfläche in Anspruch nehmen, aber die Dienstleistungen, für die ein Fachmann benötigt wird. Gelagert werden sollen die Dokumente künftig im geplanten Verwaltungsneubau. Bis dahin ist Gerhard Kraft weiterhin ehrenamtlich für die Archivarbeit zuständig, der laut Preßmann stets hervorragende Arbeit geleistet hat, sich aber zur Ruhe setzen möchte.

13 Ja-Stimmen gab es auch für einen außerplanmäßigen Grundstückskauf in Oberhaun. Dort möchte die Gemeinde eine Fläche der Bahn erwerben, die diese bereits auf dem freien Markt angeboten hatte. 15 000 Euro plus Courtage, Steuer und Notarkosten fallen dafür an. Ein Teil des Grundstücks ist bereits für den Buswendehammer gepachtet, eine weitere Teilfläche könnte an einen Interessenten veräußert werden, der dort eine Lagerhalle errichten möchte. Für die Anwohner soll es ruhig bleiben. (nm)

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