Viel Geld für Baumaßnahmen

Haunecker Haushalt: Wenig Spielraum trotz Überschuss

ARCHIV - 04.12.2018, Sachsen, Dresden: ILLUSTRATION - Zahlreiche Banknoten liegen auf einem Tisch. (Zu dpa "IW: Bemerkenswert stabile Einkommens- und Vermögensverteilung") Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
+

Einen ausgeglichenen Haushalt hat Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann den Gemeindevertretern auch im siebten Jahr in Folge vorgelegt.

Nach „stetiger konsequenter Konsolidierung seit 2009“ sei inzwischen Kontinuität eingetreten, so Preßmann. Besonders erfreulich sei, dass die verhältnismäßig hohen Investitionen speziell im Straßenbau mit relativ geringer Verschuldung gemeistert werden könnten und keine Erhöhung der Hebesätze notwendig sei. Diese seien derzeit die niedrigsten im Kreis und auch die Gebühren lägen noch im unteren Drittel.

Viel Spielraum bleibe jedoch nicht und man müsse über die zukünftige Entwicklung nachdenken, wenn man erklärte Ziele wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie bedarfsgerechte Infrastruktur nicht aus den Augen verlieren wolle, warnte der Verwaltungschef. Die wichtigsten Eckdaten:

Das Ergebnis

Erträgen in Höhe von rund 6,98 Millionen stehen im Ergebnishaushalt rund 6,91 Millionen an Aufwendungen gegenüber, sodass ein Überschuss von immerhin 70 355 Euro übrig bleibt. Im Haushalt 2019 waren es noch rund 240 000 Euro gewesen, was allerdings ungewöhnlich viel war. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erklärte der Bürgermeister mit Einnahmeerhöhungen von 149 013 Euro bei gleichzeitigen Ausgabeerhöhungen von rund 318 859 Euro.

Einnahmen – Ausgaben

Größte Einnahmequelle sind die Steuereinnahmen in Höhe von insgesamt knapp 3,1 Millionen Euro (2019: 2,96 Mio.) – allen voran der Anteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer mit rund 1,7 Millionen Euro (2019: 1,6 Millionen) und geplanten 800 000 Euro an Gewerbesteuern. Auf der Ausgabenseite schlagen wie üblich die Kreisumlage (rund 1,37 Mio., 2019: 1,3 Mio.), die Schulumlage (knapp 660 000 Euro, 2019: 634 000 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (rund 119 000 Euro, 2019: 134 000 Euro) zu Buche sowie die Personalaufwendungen mit rund 2,05 Millionen Euro gegenüber rund 1,94 Millionen im vergangenen Jahr.

Die Investitionen

Investitionen in Höhe von rund 1,69 Millionen Euro sind vorgesehen. Dass diese Summe relativ hoch ist, liegt daran, dass allein 1,5 Millionen für Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbaumaßnahmen in Unterhaun, an der Blauen Liede und in Eitra anfallen. Wenn in Eitra die Ortsdurchfahrt saniert wird, wird die Gemeinde auch gleich Teile der Kanalisation und der Trinkwasserleitung sowie die Gehwege und Nebenanlagen grundhaft erneuern (wir berichteten bereits). Dafür sind insgesamt fast 500 000 Euro eingeplant. Für 123 000 Euro sollen fünf neue Bushaltestellen in Unterhaun errichtet werden, 100 000 Euro sind für den geplanten Anbau der Kita vorgesehen, außerdem wird in die Feuerwehr investiert.

Die Schulden

Kredite aufnehmen muss die Gemeinde über 710 928 Euro. Der Stand der Verbindlichkeiten wird am 31. Dezember 2020 voraussichtlich rund 5,86 Millionen betragen (2019: rund 5,42 Mio.). Die rein rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung erhöht sich damit auf 1818 Euro.

Beraten und beschlossen wird der Haushalt dann in der nächsten Sitzung am 31. März im DGH Oberhaun.

Von Nadine Maaz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare