Gemeinsame Versammlung

Haunecker Feuerwehren: Zahl der Einsätze steigt an

Kreisbrandmeister Udo Mohr bei der Ehrung von Bernd Deiseroth (links) aus Rotensee mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Band für 40 Jahre aktiven Dienst

Insgesamt 14-mal wurden die Haunecker Wehren im vergangenen Jahr alarmiert, darunter vier Fehlalarme, zwei Brandeinsätze sowie sechs Hilfeleistungen.

Diese Zahlen stellte Gemeindebrandinspektor (GBI) Mario Kreissl am Samstagabend in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung der Haunecker Feuerwehren im Bürgerhaus Unterhaun vor.

Obwohl die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr um neun gestiegen ist, sei dies „für eine Gemeinde unserer Größe im unteren Bereich angesiedelt“, so Kreissl weiter. Allerdings zeige sich deutlich, dass die Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistungen zunehmen. Glücklicherweise würden sich diese zumeist auf Unwettereinsätze oder die Beseitigung von Ölspuren, bei denen keine Menschen zu Schaden gekommen seien, beschränken. Personell seien die Haunecker Wehren derzeit noch gut aufgestellt, trotzdem gelte es, dem demografischen Wandel vorzubeugen, gab Kreissl zu bedenken.

Den Einsatzabteilungen gehören aktuell insgesamt 141 Feuerwehrleute an; die Alters- und Ehrenabteilung verzeichnet 133 Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr befinden sich elf Jungen und vier Mädchen, den „Feuerwehrkids“ (Altersgruppe sechs bis zehn Jahre) gehören aktuell fünf Kinder an, von denen vier noch in diesem Jahr in die Jugendfeuerwehr wechseln. Hier werde dringend Nachwuchs benötigt, stellte Kreissl fest und wies ausdrücklich auf die Bedeutung der Jugendfeuerwehr für die Nachwuchsgewinnung hin. Weiterhin sei es wichtig, trotz steigender beruflicher Belastungen und weniger Akzeptanz im Berufsleben für die „Hobbys“ den ein oder anderen Erwachsenen für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen.

Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit sei der Brandschutz in der Gemeinde zukünftig nicht mehr sicherzustellen. Dies müsse auch den ortsansässigen Firmen bewusst sein, die darüber nachdenken sollten, aktive Feuerwehrleute für den Einsatzdienst freizustellen, so der GBI weiter. Thomas Specht, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, mahnte in diesem Zusammenhang an, dass durch die aus Personalmangel vielerorts notwendige Fusionierung von Ortsteilwehren der flächendeckende Brandschutz nicht gefährdet werden dürfe.

Zuvor hatte Bürgermeister Harald Preßmann in seinem Grußwort den Feuerwehrleuten seine Dankbarkeit und den Respekt für deren „beispielhaftes Engagement und professionelles Handeln“ ausgesprochen und die Bedeutung der Jugendfeuerwehren für den Fortbestand der Einsatzabteilungen betont: „Unsere Gemeinde braucht euch!“

Weiterhin versicherte Preßmann, dass die Gemeinde auch künftig ausreichend Geld für die notwendigen Beschaffungsmaßnahmen bereitstelle würde. So stünden in diesem Jahr unter anderem 120 000 Euro für den dringend benötigten Einsatzleitwagen (ELW 1) zur Verfügung.

Außerdem auf der Tagesordnung standen noch einige Beförderungen sowie zahlreiche Auszeichnungen für langjährige Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr, die Gemeindebrandinspektor Mario Kreissl, Bürgermeister Harald Preßmann, Kreisbrandmeister Udo Mohr und Thomas Specht vom Kreisfeuerwehrverband vornahmen.

Der Gemeindefeuerwehrtag Hauneck findet am Samstag, 1. Juni, in Bodes statt. tl

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