Brandschützer übten  für den Ernstfall

Gewusel beim Gemeindefeuerwehrtag in Rotensee

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Geschicklichkeit: Die Feuerwehr Sieglos an der Station „Leiterheber“, bei der eine bewusstlose Person (Puppe) von einer Garage gerettet werden musste.

Rotensee. Zum Gemeindefeuerwehrtag versammelten sich die sieben Ortswehren der Gemeinde Hauneck am vergangenen Samstag in Rotensee.

Die Feuerwehr Rotensee hatte in zahlreichen Arbeitsstunden Wettkampf-Stationen ausgearbeitet, um die notwendigen Fertigkeiten zur technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung zu üben.

Unterstützung bekam die Feuerwehr Rotensee auch aus umliegenden Kommunen. Die Rolle der Schiedsrichter an den Stationen hatten Kreisausbilder oder auch Mitglieder des DRK übernommen. Sie überwachten die Ausführungen, vergaben Punkte und gaben Tipps, wie es im Ernstfall eventuell besser verlaufen könnte.

Ausgezeichnet: Marcus Rüger (links) aus Rotensee wurde für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr ausgezeichnet. Roland Vieldorf aus Unterhaun ist bereits 60 Jahre Mitglied in der Feuerwehr. Foto: FFW

Aufgrund der Tatsache, dass die wenigsten Einsätze Brandeinsätze seien, so Rotensees Wehrführer Christian Otto, ging es an den Stationen nicht hautsächlich ums Feuerlöschen. So wurden „Feuerwehrstandards“ geprüft, wie Knoten, Schläuche ausrollen und anschließen oder Erste Hilfe.

Sieben Wettkampfstationen

Die sieben Wettkampf-Stationen, die zuvor von der Feuerwehr Rotensee selbst entwickelt und ausprobiert wurden, waren auf die Möglichkeiten der jeweiligen Wehren abgestimmt, sodass jede Wehr mit ihrer eigenen Ausrüstung arbeiten konnte.

Im gesamten Dorf waren die Feuerwehren unterwegs. So wurde zum Beispiel am Hochbehälter oberhalb des Schützenhauses die Bereitstellung einer Wasserentnahme an offenem Gewässer geübt. Mithilfe einer Tragkraftspritzenpumpe musste eine Wasserleitung von dem 90 000 Liter fassenden Hochbehälter aufgebaut werden, um so im Ernstfall einen Brand löschen zu können.

Personenrettung im Vordergrund

Besonders im Vordergrund stand auch die Personenrettung. Bei der Station „Leiterheber“ musste eine bewusstlose Person, hier eine 50 Kilogramm schwere Puppe, von einem Dach geborgen werden. Kreisausbilder und Kreisbrandmeister Udo Mohr achtete dabei besonders auf die Ausrüstung, das Aufstellen und Sichern der Leiter und die Versorgung der zu rettenden Person.

Siegerehrung: Von links Adam Rübenstahl Feuewehr Sieglos 7. Platz, Bürgermeister Harald Pressmann, Marcel Koglin Feuerwehr Eitra 6. Platz, Joachim Hofmann Feuerwehr Bodes 4. Platz, Marcel Nieding Feuerwehr Unterhaun 3. Platz, Sabrina Marschall Feuerwehr Oberhaun 2. Platz, Florian Deiseroth Feuerwehr Rotensee 1. Platz, Rotensees Wehrführer Christian Otto, sein Stellvertreter Kim Reinhardt, Armin Eisenbach Feuerwehr Fischbach 5. Platz und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Matthias Schott. Foto: Feuerwehr

Vor dem Dorfgemeinschaftshaus war auch die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Rotensee im Einsatz. Hinter der Theke und am Grill versorgten die Helfer die Feuerwehrleute, die nach dem über zwei Stunden andauernden Wettkampf die Siegerehrung feierten, mit Essen und Trinken.

Von Laura Hellwig

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