Modern und funktional

Geplanter Rathaus-Neubau in Hauneck nimmt Gestalt an: Kosten bei über einer Million

Viel Glas und ein innenliegendes Pultdach, das wie ein Flachdach aussieht: So könnte der Neubau des Haunecker Rathauses aussehen, wobei die Farbgestaltung variabel ist. Visualisierung: Ingenieurbüro Emmerich

Unterhaun. Der geplante Neubau des Haunecker Verwaltungsgebäudes nimmt Form an: Entsprechende Pläne liegen inzwischen vor.

 Das Rathaus soll vor allem funktional sein, aber auch optisch etwas hermachen, erklärt Bürgermeister Harald Preßmann, der die Pläne am Donnerstag auch in der Gemeindevertretersitzung präsentierte.

Mit etwa 400 Quadratmetern Nutzfläche auf zwei Etagen würde der unterkellerte Neubau nach den Plänen des Ingenieurbüros Bernd Emmerich nicht nur den Mitarbeitern mehr Platz und Möglichkeiten bieten, sondern auch den Bürgern. So wäre das Gebäude über eine Treppe, aber auch barrierefrei über eine Rampe zugänglich. Das ist bisher nicht der Fall. Ebenfalls im Sinne der Barrierefreiheit soll ein Fahrstuhl die beiden Geschosse verbinden.

Was aussieht wie ein Flachdach, ist ein innen liegendes Pultdach mit Überstand. Auffällig sind die Glasfronten auf der Vorderseite und zum Rotenseer Weg hin. „Wir haben nichts zu verbergen“, sagt Preßmann lachend.

Im Erdgeschoss des Neubaus sollen unter anderem das Bürgerbüro, ein Besprechungsraum und das Standesamt sowie weitere Büros untergebracht werden. Im Standesamt würden dann künftig auch ungestörte Gespräche möglich sein, betont der Bürgermeister. Ein kleiner Außenbereich könnte nach Trauungen zum Beispiel für Sektempfänge genutzt werden.

Im ersten Stock wäre Platz für weitere Büros, inklusive Bürgermeisterbüro mit Platz für Besprechungen, eine Küche, einen Aufenthaltsraum und mehr. Im Keller könnten das Archiv, Technik und Material untergebracht werden. Energetisch soll der Neubau auf dem neuesten Stand sein.

Fix bis ins kleinste Detail sind die Pläne allerdings noch nicht, so der Bürgermeister: „Es werden sicher noch einige Änderungen kommen.“ Mit dem Kreisbauamt als zuständige Genehmigungsbehörde seien bereits Vorgespräche geführt worden. Wenn alles nach Plan läuft, wäre das Projekt in rund zwei Jahren zu stemmen, meint Preßmann, der den Rohbau gerne vor dem nächsten Winter stehen sehen würde. Der Umzug könnte dann Ende 2020/Anfang 2021 erfolgen.

Der Neubau soll wie bereits berichtet von der Hersfelder Straße aus gesehen links neben der Sparkasse auf dem der Gemeinde gehörenden freien Grundstück entstehen. Das jetzige Verwaltungsgebäude soll nach dem Umzug abgerissen werden. Von maximal einer Million Euro war mit Blick auf die Kosten zunächst die Rede gewesen, nun sei jedoch klar: „Wir werden darüber liegen.“ Gleichwohl wolle man Bau und Kosten natürlich so kompakt und kostengünstig wie möglich halten, betont Preßmann. Zu den Baukosten kommen noch die Abrisskosten und die Gestaltung der Parkflächen mit dann 16 Plätzen hinzu. Im November hatte die Gemeindevertretung der Verwendung von 750 000 Euro aus dem Investitionsprogramm der Hessenkasse zugestimmt. 400 000 Euro sollen in den Haushalt 2019 eingeplant werden.

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