Fast wie in Schweden

Neuer Anbau der Astrid-Lindgren-Schule in Unterhaun wird bereits rege genutzt

Testen den Kickertisch im Betreuungsraum des neuen Anbaus der Astrid-Lindgren-Schule in Unterhaun: Lehrer Stefan Kasper, Klaus Kurz, stellvertretender Fachdienstleiter Schulen und Gebäude beim Landkreis, Fachdienstleiterin Anja Csenar, Bürgermeister Harald Preßmann und Landrat Dr. Michael Koch (von links). Fotos: Maaz

Unterhaun. Von außen mag der neue Anbau der Astrid-Lindgren-Grundschule in Unterhaun unfertig aussehen – hinter dem Bauzaun fehlt am offenen Mauerwerk noch der Außenputz.

Innen jedoch präsentiert er sich längst hell, bunt, freundlich und natürlich funktional. Seit Januar wird der Neubau, der ein Projekt des sogenannten Pakts für den Nachmittag ist, rege genutzt.

Die ersten Überlegungen für die Erweiterung gab es laut der Verantwortlichen bereits im Jahr 2015. Damals war laut Anja Csenar, Fachdienstleiterin Schulen und Gebäude beim Landkreis, auch an eine Containerlösung gedacht worden. Wegen des großen und stetigen Bedarfs an zusätzlichen Räumen sei jedoch eine dauerhafte Lösung die bessere gewesen.

Rund 125 Schüler besuchen sehr zur Freude von Bürgermeister Harald Preßmann derzeit die Haunecker Grundschule – Tendenz steigend. Etwa ein Drittel nimmt das Angebot der Nachmittagsbetreuung wahr, die vom Förderverein organisiert wird. Ein Großteil der Bauarbeiten, mit denen schließlich im Frühjahr 2016 begonnen worden war, fand während des laufenden Schulbetriebs statt. So musste etwa ein Teil des Schulhofes für die Baufahrzeuge abgesperrt werden. „Aber wenn alle Beteiligten ein wenig Rücksicht nehmen, geht das. Alles hat reibungslos geklappt“, freut sich Klaus Kurz, stellvertretender Fachdienstleiter.

Kosten: 260 000 Euro

Der Kostenrahmen wurde mit rund 260 000 Euro nicht nur eingehalten, sondern um etwa 20 000 Euro sogar unterschritten. Auch der vorgesehene Zeitrahmen sei im Großen und Ganzen realisiert worden.

Rund 200 Quadratmeter groß ist der Anbau: 76 nimmt der Betreuungsraum namens „Krachermacherstraße“ ein, „Michels Tischlerschuppen“ wurde die 60 Quadratmeter große Bibliothek getauft, alles in Anlehnung an die beliebte und bekannte schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren. Hinzu kommen eine Toilette und ein Materialraum.

Die Bibliothek, deren Betreuung seit neuestem die Viertklässler mit übernehmen, war zuletzt in einem Klassenraum untergebracht, der allerdings wieder als eben solcher benötigt wurde.

Verputzt werden soll der Neubau nun, sobald die Nächte frostfrei sind, berichten Csenar und Kurz. Mit einem rötlichen Anstrich und weißem Rahmen soll das Gebäude an ein typisches schwedisches Häuschen erinnern.

Alle Beteiligten, ob vom Landkreis, der Gemeinde oder der Schule, sind sichtlich zufrieden mit „ihrem“ Werk. Wobei es den Eltern und Schülern laut Landrat Dr. Michael Koch letztlich egal sei, wer für die Umsetzung zuständig sei, „Hauptsache, alles ist schön“. Offiziell eingeweiht werden soll der Neubau vor den Sommerferien in feierlichem Rahmen.

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