Der schnellste Fahrer hatte fast 30 km/h zu viel auf dem Tacho

"Blitz für Kids": Tempokontrolle vor Grundschule in Unterhaun

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Achtung, Kontrolle: In Unterhaun kontrollierten Jörg Hämmelmann (links) und Matthias Franz die Geschwindigkeit der vorbeikommenden Fahrer. Die Kinder der Grundschule verteilten je nach Verhaltensweise Rosen und Zitronen.

Unterhaun. 72 Fahrzeuge haben Jörg Hämmelmann und seine Kollegen Wiebke Noll, Matthias Franz und Peter Lippert vom Regionalen Verkehrsdienst Hersfeld-Rotenburg am Montag zwischen 7.45 und 11.30 Uhr auf dem Rotenseer Weg in Hauneck-Unterhaun gemessen. 

Auf der Straße, die direkt an der Grundschule und an der Kindertagesstätte liegt, gilt Tempo 30 – am schnellsten war dort ein Autofahrer mit 59 km/h unterwegs.

Auch in diesem Jahr hatte sich der Regionale Verkehrsdienst an dem Präventionsprogramm „Schule beginnt – Blitz für Kids“ beteiligt. Dabei handelt sich um eine öffentlichkeitswirksame länderübergreifende Kontrollaktion des ADAC, der Schulen und der Polizei mit Unterstützung der Verkehrswacht. Für die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg war der Vorsitzende Reinhold Bleß zugegen. Seit 2005 gibt es „Blitz für Kids“ in Hessen.

Bei der gezielten Geschwindigkeitskontrolle wurde ein Großteil der gemessenen Fahrzeuge angehalten. Bei vorbildlichem Verhalten erhielten die Fahrer und Fahrerinnen von den insgesamt 18 beteiligten Schülerinnen und Schülern der Klasse 4b eine grüne Karte und ein Lob in Form einer Rose. Bei Fehlverhalten gab es eine gelbe Karte und einen Tadel, symbolisiert durch einer Zitrone. „So soll emotional das Bewusstsein zu verkehrsgerechtem Verhalten, insbesondere in der Nähe von Schulen und Kindergärten, gestärkt werden“, erklärt Polizeipressesprecher Manfred Knoch.

Die Schüler waren mit Eifer bei der Sache und hatten schnell einen guten Blick für mögliche Temposünder.

40 Autos wurden in Unterhaun von der Polizei und den Kindern angehalten. Laut Knoch wurden zwölf Verstöße im Verwarngeldbereich (bis 40 Euro) festgestellt. Am schnellsten war ein Autofahrer, der mit 59 Kilometern pro Stunde unterwegs war. Dieser Verstoß wird den Fahrer nun 100 Euro Bußgeld kosten, hinzukommt und ein Punkt in Flensburg.

13 Zitronen und 27 Rosen wurden laut Manfred Knoch verteilt. Wer nur geringfügig zu schnell war, hatte übrigens Glück: die Kontrolleure beließen es bei einer Verwarnung und der Zitrone, kassiert wurde nicht. Nur bei Überschreitungen von mindestens 21 km/h – wenn auch ein Bußgeldverfahren droht – machten die Polizisten ernst.

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