Ein Herz fürs Dorf der Frösche

70.000 Euro für Generationenplatz in Rotensee

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Die Rotenseer kommen schon jetzt zusammen, um gemeinsam das neue Herz des Dorfes der Frösche in die Tat umzusetzen. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Rotensee. Die Rotenseer wünschen sich schon lange einen Begegnungsort für alle Altersgruppen. Diese Idee ist seit Samstag nicht mehr nur Wunschdenken. 

Landrat Michael Koch überbrachte Bürgermeister Harald Preßmann nicht nur den Bewilligungsbescheid, er hatte auch 70.000 Euro Leader-Fördergeld im Gepäck.

Auf der noch unauffälligen Grasfläche des Festplatzes soll in den nächsten zwölf Monaten ein Treffpunkt für alle Rotenseer entstehen. Handball- und Fußballanlagen, ein Kinderspielplatz, Turngeräte für Erwachsene und Ruhemöglichkeiten sind geplant. Auch der Festplatz profitiert von den Baumaßnahmen, damit die Froschkirmes nicht mehr ins Wasser fällt.

Bürgermeister Harald Preßmann steht auf der grünen Wiese und findet: „Es ist wunderbar ruhig hier und trotzdem mitten im Ort.“ Die Gemeinde möchte den Mehrgenerationenplatz auch zu einer Rastmöglichkeit für Touristen und Radfahrer machen, so Ortsvorsteher Heiko Kroker.

Der geplante Ortsmittelpunkt liegt am Fuße des beschaulichen Wanderweges, der zur Gaststätte Vollmarsburg führt. Entlang der Rad- und Wanderstrecke sollen außerdem E-Bike Stationen installiert werden, an denen die elektrischen Drahtesel aufgeladen werden können. Die Idee zur Begegnungsstätte auf der grünen Aue kam bereits 2015 auf. Die Gemeinde und Bürgermeister Preßmann arbeiteten anschließend gemeinsam einen Plan aus und im April 2018 wurde der Förderverein gegründet, der kurz danach die konkrete Planung mit Planer Bernd Emmerich begann.

Den größten Anteil der Förderung über 70.000 Euro schöpft die Gemeinde aus dem EU finanzierten Leader-Programm, für die Entwicklung ländlicher Regionen. 5000 Euro steuerte das Land Hessen bei. Die Gesamtkosten des Projektes betragen, laut Bürgermeister Preßmann, voraussichtlich 120.000 Euro. Die Eigenleistung der Gemeinde – in Höhe von 50.000 Euro – muss noch Ende März im Haushalt bewilligt werden, so Preßmann.

Regionale Vereine haben bereits finanzielle Unterstützung angekündigt und erste Spenden der Deka, der Freiwilligen Feuerwehr und der Kirmesburschen hat Fördervereinsvorsitzender Sergej Grewe bereits erhalten. Das reiche aber noch nicht, um den Eigenbedarf zu decken, so Grewe. (kh)

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