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Grimme-Preis für „Dark“, „Babylon Berlin“ und „4Blocks“ 

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Grimme-Preisträger - „4Blocks“ 

„Babylon Berlin“, „Dark“ und „4Blocks“ sind beim diesjährigen Grimme-Preis dabei. Damit werden erstmals drei Bezahlsender ausgezeichnet. Insgesamt werden 68 Einzelpreisträger bedacht. 

Novum bei der Vergabe der 54. Grimme-Preise: Gleich drei Bezahlsender kommen mit ihren eigenproduzierten Serien zu Ehren. Mit Netflix erhält erstmals ein Streamingdienst für seine Serie „Dark“ eine Auszeichnung für Qualitätsfernsehen, wie die Veranstalter am Mittwoch in Essen mitteilten. Außerdem bekommt die erste Koproduktion von ARD und dem Pay-TV-Anbieter Sky, die historische Krimiserie „Babylon Berlin“, einen Grimme-Preis. Mit „4Blocks“ erhält eine dritte Serie eines Bezahlsenders (TNT Serie) eine Auszeichnung.

„Die Qualität dieser hochklassigen Serien zeigt, dass Deutschland auch auf dem internationalen Serienmarkt bestehen kann“, sagte die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach.

„Dark“ handelt von jungen Menschen, die über ein Portal in verschiedene Zeiten verschwinden. In „4Blocks“ beherrscht eine libanesische Familie Straßenzüge in Neukölln. Für die Einen werde hier Gewalt glorifiziert, für die Anderen sei die Serie ein Abbild der Zustände, sagt die Jury. Die historische Krimiserie „Babylon Berlin“ versetzt das Publikum in die 20er Jahre. „4Blocks“ und „Babylon Berlin“ hatten schon Erfolg beim Deutschen Fernsehpreis.

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Grimme-Preis 2018 wird an 68 Einzelpreisträger verliehen

Insgesamt können 68 Einzelpreisträger, vom Darsteller bis zum Drehbuchautor, am 13. April in Marl ihre Trophäe entgegennehmen. „Masse und Klasse“, sagte Gerlach zur Rekordzahl der Einzelpreise. „Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen in hervorragender Weise einen großen Ausschnitt der Vielfalt der Formsprachen und Möglichkeiten, die das Medium Fernsehen zu bieten hat.“

Neben den Serien gewinnen auch alt bekannte Fernsehschaffende Grimme-Preise. Für das Husarenstück, der Goldenen-Kamera-Verleihung im ZDF ein Double von US-Schauspieler Ryan Gosling unterzujubeln und den Weg dahin zu dokumentieren, bekommt das „Circus HalliGalli“-Team von ProSieben einen Grimme-Preis. Neben Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf wird auch der Gosling-Darsteller Ludwig Lehner, ein Koch aus Bayern, geehrt. Die Jury attestiert der Sonderausgabe der Show „gleichermaßen packendes Unterhaltungsfernsehen im gewohnten Stil der Sendung wie auch bitterböse Medienkritik“.

Zu den dritten Grimme-Ehren kommt das „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo) für die Folge „Eier aus Stahl - Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“. Jan Böhmermann erklärt, wie das „durchkalkulierte Industrieprodukt“ deutsche Popmusik zustande kommt. Die Folge gehört „zu den raren Unterhaltungshöhepunkten des Jahres 2017“, so die Jury.

Die meisten Preise wurden aber wieder in der Kategorie „Information & Kultur“ vergeben, genau genommen an die Information. „Das Feld der klassischen Kultur spielt kaum noch eine Rolle“, so der Jury-Vorsitzende Fritz Wolf. Die fünf Grimme-Preise gehen alle an die Öffentlich-Rechtlichen. Im Zentrum steht die Berichterstattung über die Randale um den G20-Gipfel in Hamburg, über Migranten oder das Los von Schulkindern beim Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“.

Die „Panorama“-Redaktion zeigte sich überrascht von den Grimme-Ehren. Sie hatte über einen längeren Zeitraum die Ausschreitungen um den G20-Gipfel analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass der erste Eindruck nicht gleich der Richtige war. Dass es keine Polizeigewalt gegeben habe, wie es zunächst hieß, war falsch. Überrascht war die Redaktion, dass länge währende Berichterstattung von der Jury fortlaufend beachtet worden sei, so die Redakteure Volker Steinhoff und Sven Lohmann.

In der Kategorie „Kinder & Jugend“ brilliert das You-Tube-Format „Germania“ (ZDF/funk). In Clips schildern junge Künstler mit Migrationshintergrund ihr Leben zwischen den Kulturen. Der zweite Grimme-Preis geht an „5vor12“ (BR). Fünf nicht gesetzestreue Jugendliche müssen sich auf einer Berghütte dem Leben stellen. Unter anderem wurde in Jugendclubs gecastet. Einer der Jungs ohne Schulabschluss habe durch den Film im wahren Leben die Kurve gekriegt, sagte Buch-Autor Marcus Roth.

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dpa

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