Zum 1. Mai: Eschweger Klosterbrauerei an Fuldaer Familienbetrieb Hochstift verkauft

Familienbetrieb übergeben: Ex-Brauereichef Ernst Andreas (rechts) hat die Eschweger Klosterbrauerei mit Wirkung zum 1. Mai an (von links) Ulrich Klesper, Ruth Herget-Klesper und Julia Malangre-Klesper übergeben.

Eschwege. Die Eschweger Klosterbrauerei ist verkauft. Das Unternehmen wurde mit Wirkung vom 1. Mai von der Fuldaer Brauerfamilie Klesper übernommen. 

Seit rund einem Jahr verhandelt Brauereichef Ernst Andreas (63) mit der befreundeten Familie. Andreas hatte innerhalb der eigenen Familie, die seit fünf Generationen die Eschweger Brauerei führt, keinen Nachfolger gefunden. "Mit der Familie Klesper habe ich das gute Gefühl, dass die Eschweger Klosterbrauerei als regionale Brauerei mit Verwurzelung in der Heimat weitergeführt wird", sagt Ernst Andreas. Andreas selbst hat sich mit dem heutigen Tag in den Ruhestand zurückgezogen und wird nur noch leicht beratend den neuen Geschäftsführern zur Seite stehen.

Die Familie Klesper führt in der vierten Generation das Hochstiftliche Brauhaus in Fulda, zu dem die Brauereien in Lauterbach, Alsfeld, Schlitz und die Will-Bräu im bayerischen Motten gehören. Alle Betriebe werden als eigenständige Privatbrauereien von den Geschwistern Ruth, Julia und Ulrich Klesper geleitet. In Eschwege werden sie durch die Statthalter Christian Flender (Braumeister/Technik), Henrik Stelzner (Verkauf) und Ralf Merker (Verwaltung) unterstützt. "Wir haben in Eschwege eine gut funktionierende Struktur vorgefunden, die unsere ständige Anwesenheit nicht nötig macht", sagt Ulrich Klesper. 

Die Eschweger Klosterbrauerei verkauft pro Jahr rund 63.000 Hektoliter Bier und erwirtschaftet einen Umsatz von 6,3 Millionen Euro. Das Fuldaer Unternehmen braut 180.000 Hektoliter Bier und 40.000 Hektoliter Limonaden. Der Umsatz beträgt knapp 23 Millionen Euro. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Unternehmen Stillschweigen.

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