Ein Tier musste getötet werden

Wolf aus dem Wildpark Knüll entkommen: Park bittet um Hinweise

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Aus dem Wildpark Knüll sind am Freitag mehrere Wölfe aus ihrem Gehege entkommen. Ein Tier musste getötet werden.

Das teilte der Wildpark am Sonntag mit. Die Tiere konnten am Freitag aus ihrem Gehege entkommen und einen zweiten Zaun überwinden, der die gesamte Wolfsanlage begrenzt. Somit befanden sich die Tiere im Park. Da der Wildpark derzeit unter der Woche geschlossen hat, musste er nicht geräumt werden, heißt es in einer Mitteilung des Wildparks.

Bis zum Samstag ging der Wildpark davon aus, dass sich der noch lebende Wolf ebenfalls weiter im Park befindet, teilte Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich auf Anfrage mit. Am Samstag wurde dann aber ein „wolfsähnliches Tier“ bei Hülsa gesichtet. Ob es sich dabei um den Wolf aus dem Park handelt, war bis Sonntagabend noch unklar. Auch aus Hergetsfeld und Grebenhagen kamen Hinweise, heißt es in der Mitteilung.

Wie die Wölfe aus dem Gehege entkommen konnten, steht ebenfalls noch nicht fest. „Es ist noch nicht geklärt, wie das passieren konnte“, sagt Fröhlich.

Für Menschen besteht laut Wildpark „keine unmittelbare Gefahr“. Der Wolf könnte möglicherweise aber weniger Scheu zeigen, da er an Menschen gewöhnt ist. Wer den Wolf sieht, sollte Abstand halten und sich ruhig entfernen. Hunde sollten angeleint werden. Das Risiko, dass etwas passiert, sei gering, sagte Fröhlich.

Einer der beiden Wölfe wurde aus „Gründen der Betriebssicherheit" getötet. Mehr Details gab es dazu zunächst nicht.

Bereits im Februar 2018 waren zwei Wölfe aus ihrem Gehege im Wildpark durch ein Loch im Zaun ausgebüxt, verließen damals aber nicht den Park.

Sichtungen können an den Wildpark unter Tel. 05681/2815 gemeldet werden.

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