Ende der Woche bis 34 Grad

Es wird noch heißer: Hitzewelle rollt auf uns zu

Nach vielen sehr warmen Tagen ist keine Erfrischung in Sicht. Im Gegenteil: Jetzt rollt eine Hitzewelle auf uns zu. Auch in unserer Region wird es noch heißer.

Wer nach den sehr warmen vergangenen Tagen gehofft hatte, eine kleine Erfrischungspause zu bekommen, den wird die Wettervorhersage enttäuschen. Mitte und Ende der kommenden Woche soll es in unserer Region bis zu 34 Grad heiß werden. Dabei soll es trocken bleiben.

Nicht nur vielen Menschen macht die Hitze und Trockenheit zu schaffen, auch Natur und Tiere leiden darunter. Viele Wiesen sind schon braun, in Wäldern besteht hohe Brandgefahr, Tiere haben Durst. So bittet beispielsweise der Nabu darum, dass in Gärten und auf Terrassen und Balkonen Vogeltränken aufgestellt werden sollen.

Erste große Hitzewelle dieses Sommers angesagt

In der nächsten Woche könnte "die erste große Hitzewelle dieses Sommers" nach Deutschland kommen, sagt Thore Hansen, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). "Bislang war es zwar fast immer sehr warm, es gab aber noch nicht über mehrere Tage in weiten Teilen des Bundesgebiets über 30 Grad." Subtropische Luftmassen könnten das aber schon bald ändern.

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Das Wetter in Nordhessen

Am Samstagnachmittag, 21. Juli, kann es bei bis zu 26 Grad in einigen Teilen Nordhessens regnen und gewittern. Das Gleiche gilt für Sonntag, 22. Juli. Das Thermometer bleibt zwar unter 30 Grad, die schwüle Luft treibt dennoch den Schweiß aus der Haut. Ab Montag soll es dann trocken bleiben. Dienstag steigen die Temperaturen über 30 Grad, Donnerstag und Freitag sollen bis zu 34 Grad erreicht werden. 

Laut Langzeitprognose soll es nur Sonntag und Montag, 29. und 30. Juli, etwas regnen und gewittern, die Temperaturen erreichen dann 26 Grad. Doch bis zum Ende der ersten Augustwoche sollen sogar 35 Grad erreicht werden.

Sogar Grabkerzen verboten

Schon jetzt machen Trockenheit und Waldbrandgefahr vielen Regionen zu schaffen. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden die Einsatzkräfte in den vergangenen Wochen bereits zu zahlreichen Brädnen und Flur und Wald gerufen. Die Warnstufe für Waldbrände wurde angehoben.

In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel rückt die Feuerwehr in mehreren Städten aus, um Bäume vor dem Vertrocknen zu bewahren. Nach wochenlangem Regenmangel gab es solche Einsätze bereits in Aachen; in Wuppertal ist das ab Montag geplant, wie die Kommunen mitteilten. Am Freitag wollte die Feuerwehr auch Innenstadt-Bäume in Düsseldorf wässern. "Die Bäume sind so notleidend, dass sie dringend Wasser brauchen", sagte ein Sprecher. 

Der Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen spricht von außergewöhnlichen Einsätzen. Denn das Bäumegießen gehöre nicht zu den gesetzlichen Aufgaben wie Brandschutzhilfe, Katastrophenschutz, Menschenrettung und Hilfeleistungen bei Unglücksfällen.

In Thüringen schätzt man die Waldbrandgefahr so hoch ein, dass noch nicht einmal mehr Grabkerzen auf den Friedhöfen von Erfurt angezündet werden dürfen. Vor allem auf dem Erfurter Hauptfriedhof mit seinem dichten Baumbestand und inzwischen vertrockneten Rasenflächen sei die Brandgefahr wegen fehlender Niederschläge hoch, teilte die Stadtverwaltung mit. Nur elektrische Grablichter sind noch gestattet.

Die Stadt Erfurt untersagte zudem die Entnahme von Flusswasser aus der Gera. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist der zum Schutz von Tier- und Pflanzenwelt festgelegte Mindestwasserstand unterschritten. (mit dpa)

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