Polizei bittet Anwohner um Mithilfe 

Fünfjährige aus Guxhagen noch immer vermisst - Polizei sucht am Donnerstag weiter

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Mit diesen beiden Fotos sucht die Polizei nach der vermissten fünfjährigen Kaweyar aus Guxhagen. Sie ist am Sonntag von einem Spielplatz verschwunden.

Die bisher erfolglose Suche nach der fünfjährigen Kaweyar aus Guxhagen geht am heutigen Donnerstag weiter. Das Mädchen ist seit Sonntag verschwunden.

Die Polizei gibt nicht auf: Auch am Donnerstag, 21. Februar, wird weiter nach dem verschwundenen Mädchen aus Guxhagen gesucht, das gab ein Polizeisprecher am Morgen gegenüber der dpa an. 

Weiterhin hofft die Polizei auf Hilfe der Bevölkerung und fordert Anwohner dazu auf, in ihren Gartenlauben und an anderen Orten nachzuschauen, ob sich das Kind dort versteckt. 

Am Mittwoch überwachte die Wasserschutzpolizei wieder die Fulda, da befürchtet wird, das Mädchen könnte hineingefallen sein. Hinweise auf eine Straftat gebe es weiterhin nicht, man gehe von einem Unfall aus.

Mädchen in Guxhagen verschwunden

Bisher gebe es keine heiße Spur, teilte Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizei Schwalm-Eder auf Anfrage mit. Kaweyar, das Mädchen einer Flüchtlingsfamilie aus dem Irak, war am Sonntagnachmittag von einem Spielplatz in Guxhagen spurlos verschwunden. Groß angelegte Suchaktionen verliefen bisher erfolglos

Derzeit ginge die Polizei Hinweisen aus dem gesamten Bundesgebiet nach. Die Polizei kontrolliere verschiedene Bereiche rund um den Spielplatz weiter. So sei beispielsweise ein Abflussrohr am Mittwoch untersucht worden. Die Polizei ist in Guxhagen weiter unterwegs, um die Anwohner anzusprechen. Zudem suchen die Beamten mit Plakaten und Flyern, die so schnell wie möglich verteilt werden sollen.

Da Kaweyar Autistin ist, bestehe die Möglichkeit, dass sich das Kind irgendwo versteckt hat und „sich in ihrer eigenen Welt abgesetzt hat“, sagt Chefarzt Dr. Gunther Claus vom Klinikum Melsungen. „Ein typischer Autist hat Angst vor fremden Menschen. Sie würde niemanden ansprechen, und um Hilfe bitten so wie ein gesundes Kind.“ 

Mit diesen Plakaten und Flyern sucht die Polizei nach der verschwundenen Kaweyar.

Ohne etwas zu trinken halte ein Kind maximal 48 Stunden durch, bevor es bewusstlos werde, so Claus. „Essen ist nicht entscheidend.“ Erschwerend hinzu käme die Kälte in den Nächten. „Das Kind kühlt aus.“

Am Dienstag hatte Gerd Kümmel, Leiter der Polizei in Melsungen, gesagt: "Es gibt immer noch Hoffnung, dass das Kind überlebt hat." Deshalb gingen Beamte in Guxhagen von Tür zu Tür und befragten die Anwohner. Außerdem sei geplant, in den kommenden Tagen Flyer zu verteilen. 

Am Dienstagabend war die Suche mit Booten oder Hubschraubern zunächst eingestellt worden. Hinweisen wurde jedoch weiterhin nachgegangen. Auch Polizeistreifen hielten weiter Ausschau. Am Mittwochmorgen wurde die Suche fortgesetzt.

Da bislang keine Hinweise auf eine Straftat vorliegen, gehen die Polizisten von einem Unglücksfall aus, heißt es in einer Pressemitteilung.

Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen 

Außerdem bittet die Polizei Anwohner, die an dem Tag zwischen 14 und 16 Uhr in der Nähe des Spielplatzes waren, oder Fotos vor Ort gemacht haben, sich bei der Polizei zu melden. „So könnten wir durch Zeugenaussagen herausfinden, wo sich das Mädchen zuletzt aufgehalten hatte“, so Kümmel. Auf die Polizei komme nun außerdem jede Menge Schreibtischarbeit zu. Durch das Verhören der Zeugen versuche die Polizei, genau zu rekonstruieren, wo sich Kaweyar zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat. Da auch Kinder verhört werden müssen, die kein Deutsch sprechen, müssten Dolmetscher zur Vernehmung hinzukommen.

Bis zum Dienstagnachmittag seien zahlreiche Hinweise von Anwohnern eingegangen. In Sozialen Netzwerken haben Tausende die Nachricht vom Verschwinden des Kindes geteilt. Reiter aus Fuldabrück haben sich am Dienstag auf den Weg gemacht, um Kaweyar zu suchen. Sie wollen auch am Mittwoch ausreiten.

Man habe am Sonntag und Montag alles an moderner Technik zur Suche eingesetzt, was möglich gewesen sei, sagt Kümmel. Auf den Einsatz der neuen Drohnenstaffel des Deutschen-Roten-Kreuzes Kassel-Wolfhagen habe man bewusst verzichtet. Denn die Ausstattung der angeforderten Hubschrauber sei schlicht besser.

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