Feste feiern wie auf Mallorca

Kultursommer Nordhessen: Das erwartet die Besucher 

+
Am 29. Juni open air im Park der Evangelischen Akademie in Hofgeismar: Salaputia Brass. 

Viel Bewährtes, aber auch neue Reihen: Kultursommer-Intendantin hat das Programm für den Sommer vorgestellt. Mit dabei: Gäste von Deutschlands beliebtester Ferieninsel.  

30 Jahre wird der Kultursommer alt. „Wir haben uns ein bisschen hübsch gemacht“, sagte Intendantin Maren Matthes gestern bei der Vorstellung des Programms bei der EAM in Kassel.

Neues Logo, neues Erscheinungsbild der Flyer und des Programmhefts – frischer und sommerlicher soll das Festival erscheinen. Und weiter „wirkliche Juwelen in die Region holen“, bewusst in den ländlichen Raum, in dem solche Kultur-Highlights sonst rar sind, wie es Nicole Schlabach vom Sponsor Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sagte. 40 Prozent des Etats von etwa einer Million Euro kommen von Förderern, 30 Prozent sind öffentliche Mittel, 30 Prozent erwirtschaftet der Kultursommer selbst. Bei 85 Veranstaltungen an 55 Orten werden vom 26. Mai bis 19. August 20.000 Besucher erwartet. Ein Blick aufs Programm.

Nach drei Jahren an anderen Orten kehrt das Eröffnungsfest am Pfingstwochenende in den Park von Schloss Wilhelmsthal in Calden zurück – zum Picknicken für die ganze Familie. Am 9./10. Juni heißt es „Aufgespielt!“ – mit Jonglage, Akrobatik, Musik und Comedy.

Neue Spielorte

Zum ersten Mal gastiert der Kultursommer in Schloss Hirschgarten in Borken-Nassenerfurth, wo die Bewohner, das Schauspielerpaar Otto Kukla und Bettina Hauenschild, das zweitägige Erzählfestival „Sternenstaub“ konzipieren. Neue Schauplätze sind auch das Schweizerhaus Landefeld in Spangenberg und das Cineplex in Baunatal.

Alte und neue Reihen

Bewährte Reihen und Schwerpunkte, die „Festivals im Festival“ und beliebte Veranstaltungsorte bleiben – darunter das Figurentheaterfestival „Blickfang“ im Kloster Haydau, Auftritte in der Reithalle in Bad Wilhelmshöhe, Folk im Park in Bad Wildungen, Waldkonzerte und Sommer-Sinfonien, A-cappella- und Brass-Ensembles, das Sonnenaufgangskonzert auf dem Dörnberg, Veranstaltungen für Kinder. „Fritzlar vor dem Dom“ wird auf vier Abende ausgeweitet, dazu kommt ein „Rotenburg Open Air“ im Schlosshof. Neu ist auch ein Mal- und Zeichenkurs in freier Natur mit Michael Evers in Germerode.

Am 1. Juni in der Reithalle in Kassel: Meret Becker. 

Mallorca zu Gast

Gastspiele von Gruppen der beliebtesten Ferieninsel der Deutschen ermöglicht eine Kooperation mit dem Institut d’Estudis Baleàrics: Eine „Festa Mallorquina“ findet in Spangenberg und in den Klosterkirchen Lippoldsberg und Kassel-Nordshausen statt. „Jazz meets Flamenco“ heißt es in Fritzlar. In Grebenstein und Witzenhausen gastiert das Psaiko-Saxofon-Quartett.

i-Kultur

In zehn Veranstaltungen steht die Inklusion im Vordergrund: darunter Theater in Einrichtungen für Behinderte, Waldkonzerte, die für Sehbehinderte leicht zugänglich gemacht werden, ein „Winterreise“-Projekt mit Schülern der Osterbach- und der Hermann-Schafft-Schule für Seh- und Hörbehinderte in Homberg.

Am 26. Juni in Abterode: Dora Heldt.

Die Stars

Das allererste Konzert findet am 26. Mai in Frankenberg mit London Brass statt. Danach sind zu erleben Meret Becker, die sich mit The Tiny Teeth der Zirkuswelt widmet, und Veronica Ferres (Lesung aus „Ein Sommernachtstraum“), Linken-Politiker Gregor Gysi, Bestsellerautorin Dora Heldt, Weltklassegeiger Gidon Kremer, das Calmus Ensemble, das Hagen Quartett mit Schubert und das junge Dudok Quartett, die nationalen Jugendsinfonieorchester aus Chile und Australien sowie Chanticleer aus San Francisco.

Alle Infos und Termine finden Sie auf der Internetseite des Kultursommers Nordhessen.

Kommentare