Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Tote und vernachlässigte Ponys: Melsungerin zu Freiheitsstrafe verurteilt

Melsungen. Weil sie ihre Ponys so sehr vernachlässigte, dass einige der Tiere starben und andere in erbärmlichem Zustand sind, wurde eine Frau aus Melsungen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in fünf Fällen und falscher Verdächtigungen hat das Amtsgericht Melsungen eine 42-jährige Frau am Mittwoch zu neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Sie ist auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss die Frau 1000 Euro ans Tierheim Beuern bezahlen. Von einem Tierhaltungsverbot sah das Gericht ab.

Die Angeklagte hatte seit vielen Jahren eine Ponyzucht betrieben. Laut Anklage soll sie in mehreren Fällen eine ordnungsgemäße Versorgung und Pflege der Tiere vernachlässigt haben. Mehrere Tiere starben. Dennoch will die Verurteilte weiter Tiere halten, sie hat sich beim Landgestüt Dillenburg für den Sachkundenachweis für Pferdehaltung angemeldet.

„Ich hatte nie die Absicht, dass meine Ponys leiden sollen“, sagte die Beschuldigte. Sie nahm das Urteil an. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Von Manfred Schaake

Rubriklistenbild: © picture alliance / Hendrik Schmi

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