Junger Flüchtling hatte Beamte attackiert

Tödliche Schüsse in Fulda: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Fulda. Nach den tödlichen Schüssen auf einen afghanischen Flüchtling im April 2018 in Fulda ist das Verfahren gegen einen Polizisten eingestellt worden.

Nach hr-Informationen konnte dem Beamten kein schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden. Den Ermittlungen zufolge hatte der Polizist den 19-Jährigen mit mehreren Schüssen in den Brustkorb getötet. Zuvor hatte der junge Mann vor einer Bäckerei randaliert und einen Lieferanten am Kopf verletzt.

Er attackierte auch die herbeigerufenen Polzisten, unter anderem mit einem Schlagstock, den er den Beamten entwendet hatte.

Das Landeskriminalamt kam in seinen Ermittlungen zu dem Schluss, dass der beschuldigte Polizist in Notwehr gehandelt habe. Ob die Eltern des Getöteten rechtlich gegen die Einstellung des Verfahrens vorgehen werden, ist noch unklar.

Der Polizeieinsatz war in Fulda unter anderem vom Ausländerbeirat als unverhältnismäßig kritisiert worden, Flüchtlinge demonstrierten gegen aus ihrer Sicht überzogene Polizeigewalt.

Rubriklistenbild: © René Dupont

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