Bundesweit größtes Umweltfest zum Earth Day

Tag der Erde in Kassel: Massen auf der Ludwig-Mond-Straße

Warben für ihr neues Umweltstück „Plasto Mania“: (hinten von links) Matilda (10), Fennja (11), Ronja (13) sowie vorn Katja (13) und Raina (11) vom Kinderzirkus R ambazotti.

Der Tag der Erde in Kassel, das bundesweit größte Umwelt- und Kulturfest zum internationalen Earth Day, ist auch in diesem Jahr wieder auf große Resonanz gestoßen. 

Tausende Besucher feierten am Sonntag auf der für den Autoverkehr gesperrten Ludwig-Mond-Straße mit.

Die kleine Anne steckt noch ein Geldstück in die blau-weiße Spendenbox mit der Weltkarte. „Wir unterstützen das Umweltfest ganz bewusst“, sagt Andreas Hemmer, der seine 20 Monate alte Tochter beim Geldeinwurf auf dem Arm trägt.

Unterstützten die Spendenaktion des Umwelthauses: Andreas Hemmer mit seiner Tochter Anne.

So wie die beiden Hemmers haben am Sonntag viele Besucher des Tags der Erde in Kassel   gedacht. Immer wieder hätten Menschen gezielt den Stand angesteuert, um Geldstücke oder auch Geldscheine in die Box zu werfen, berichtet Matthias Schäpers vom Verein Umwelthaus. Wie viel Geld zusammengekommen sei, werde sich erst am Montag zeigen, wenn die Box geöffnet werde, sagte Schäpers. „Aber nach meinem Gefühl sind es deutlich mehr als 1000 Euro.“

Erstmals hat der Verein als Veranstalter des Umweltfestes die Besucher um Spenden gebeten, weil die Kosten für die Sicherheit sowie für die Bereitstellung von Strom und Wasser enorm gestiegen sind. Die Aktion sei gut angekommen, freuten sich Vereinschef Hubert Grundler sowie die Mitorganisatorinnen Kristina Gruber und Martina Keller. Noch mehr aber freuten sie sich darüber, dass der Tag der Erde in Kassel wieder auf große Resonanz gestoßen ist. Tausende bummelten am Sonntag über die Ludwig-Mond-Straße, bevölkerten sie zu manchen Zeiten auf ihrer vollen vierspurigen Breite zwischen den Stadtteilen Wehlheiden und Südstadt.

Bio und fair: Christel Weber (links) und Dagmar Embshoff vom Verein Solidarische Landwirtschaft für Kassel und Umgebung boten frisches Gemüse aller Art an.

200 Initiativen, Vereine, Verbände und Gewerbetreibende machten ein vielfältiges Angebot – auch in Sachen Kultur. Vor dem Düsseldorfer Hof etwa spielte gegen Mittag das Zufallsorchester auf. An der Kreuzung Feeren-/Richard-Wagner-Straße tanzten Besucher zu den Rhythmen der Trommelgruppe Kenkeliba. Übrigens war der 29. Tag der Erde wieder ein fleischloses Fest. Bratwurst gab’s, aber nur vegetarische. Dafür konnte man sich ayurvedische Spezialitäten oder Hanf-Burger schmecken lassen.

Die vielen Besucher und die Spendenresonanz wertete das Umwelthaus als Belege dafür, dass der Tag der Erde in Kassel für viele eine „Herzensangelegenheit“ ist. Für 2020 gebe es bereits Interesse, ließ Grundler durchblicken. Rothenditmold habe sich für eine Ausrichtung auf der Wolfhager Straße beworben, vielleicht mit Kirchditmold und Harleshausen.

Tag der Erde 2019 in Kassel

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