"Hochgradig problematisch"

Suedlink: Roth kritisiert Arbeit von Tennet

Kritik hat der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth an der planerischen Herangehensweise des Netzausbaus in der Region geübt.

In einem Schreiben an den Präsidenten der für die Festlegung der Trasse zuständigen Bundesnetzagentur, Jochen Homann, beklagt Roth den bisherigen Planungsprozess für die Suedlink-Trasse, die nach den vorläufigen Planungen des Netzbetreibers Tennet durch den Werra-Meißner-Kreis führen soll. Ziel des Netzbetreibers Tennet sei es gewesen, einen Vorschlag für einen Trassenverlauf mit möglichst wenigen Konfliktstellen – also negativen Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur – zu ermitteln. Doch die methodische Vorgehensweise von Tennet habe sich „als hochgradig problematisch herausgestellt“. Maßgeblich für die Entscheidung über den Trassenverlauf müssten stets die konkreten Gegebenheiten vor Ort sein, so Roth, und da gebe es noch eine Menge Diskussionsbedarf.

Außerdem erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete, dass Tennet bei der Ermittlung des geeignetsten Korridorverlaufs „nicht alle möglichen Varianten systematisch geprüft habe“ Einige mögliche Korridorverläufe seien aufgrund der Methodik gar nicht erst verglichen worden. Vor allem sei, so Roth, die Möglichkeit von Querverbindungen zwischen der westlichen und östlichen Trassenführung vom Netzbetreiber außer Acht gelassen worden.

Der Abgeordnete weist darauf hin, dass die Bundesnetzagentur nicht an den Tennet-Vorschlag gebunden sei, sondern letztlich einen besser geeigneten Verlauf festlegen könne. Maßgeblich für die Bewertung seien auch die Eingaben und Stellungnahmen aus der Region, welche im Rahmen des Beteiligungsverfahrens noch bis zum 7. Juni möglich sind. 

Kommentare