Schulbesuch und Corona

Entscheidung für Hessen - Wie es nach den Sommerferien in Schulen weitergeht

Die Landesregierung hat eine Entscheidung zu den Schulen in Hessen getroffen. Nach den Sommerferien gibt es neue Corona-Leitlinien.

  • Die Coronavirus*-Pandemie legt trotz vieler Lockerungen immer noch große Teile der Gesellschaft lahm.
  • Ein großes Thema ist der Umgang mit den Schulen in Hessen in der Corona-Krise
  • Der hessische Kultusminister Alexander Lorz hat am Dienstag (30.06.2020) die Corona-Leitlinien vorgestellt.

Update vom Dienstag, 30.06.2020, 12.15 Uhr: Die Schulen in Hessen kehren nach Ende der Sommerferien Mitte August zum gemeinsamen Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendlichen zurück. Das Abstandsgebot wegen der Corona-Pandemie gelte dann nicht mehr im Unterricht, kündigte Kultusminister Alexander Lorz in Wiesbaden an. 

„Wir gehen diesen Schritt aus Überzeugung – wohlwissend, dass es ein Nullrisiko nicht geben kann und dass im Bedarfsfall lokal oder auch flächendeckend erneut Einschränkungen erforderlich werden können“, erklärte der Minister.

Schulen in der Corona-Krise: Nach den Sommerferien geht es in Hessen normal weiter

Er berief sich auf medizinische Empfehlungen und die Ergebnisse einer Konzeptgruppe, in der Vertreter von Schülern, Eltern, Lehrern, Ministerium und Schulämtern mitgearbeitet hätten. Seit Wiederaufnahme des Unterrichts in Hessen nach der coronabedingten Zwangspause sind die Schüler abwechselnd in kleineren Gruppen unterrichtet worden.

Die Regelungen, die seit dem 22. Juni bereits für Grundschulen gelten, sollen demnach ab Mitte August für alle hessischen Schüler gültig sein. Die Eltern der Grundschulkinder konnten bislang noch entscheiden, ob ihr Kind zur Schule gehen soll oder den Unterrichtsstoff zu Hause lernt. Im neuen Schuljahr gilt dann aber wieder eine Präsenzpflicht für alle Schüler und Lehrer

Präsenzpflicht an Hessens Schulen: Lehrer bekommen kostenlose Corona-Tests

Ausnahmen seien nur mit einem ärztlichen Attest möglich, teilte Lorz mit. Lehrkräfte in Hessen könnten sich bei Bedarf kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, sollen laut Kultusministerium dann digital ins Klassenzimmer geschaltet werden.

Schulen in Hessen in der Corona-Krise: Wie wird es nach den Sommerferien weitergehen? (Symbolbild)

Erstmeldung vom Dienstag, 30.06.2020, 11.30 Uhr: Frankfurt – Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wird am Dienstagmittag (30.06.2020) in Wiesbaden in den Corona-Leitlinien vorstellen, wie Hessens Schulen nach den Sommerferien ins neue Schuljahr starten sollen. Das Konzept haben Experten des Ministeriums zusammen mit den Schulleitungen aller Schulformen und aus allen Regionen im Land erarbeitet. 

Auch Eltern- und Schülervertreter waren an der Erarbeitung der Leitlinien beteiligt. Erklärtes Ziel der Landesregierung in Hessen ist es, dass möglichst alle Schüler in Hessen wieder an fünf Tagen in der Woche in die Schule gehen können.

Hessische Sommerferien stehen vor der Tür: Wie geht es im neuen Schuljahr weiter?

Zuletzt hatte die hessische Landesregierung beschlossen, dass die Grundschulen im Land noch vor den Sommerferien (am 22.06.2020) wieder regulär öffnen sollen. Die Corona-Abstandsregeln von 1,50 Metern sollen dann nicht mehr für die Grundschüler gelten. Stattdessen sollen an den Schulen konstante (Lern-)Gruppen gebildet werden. Durch deren Trennung solle eine Durchmischungen vermieden werden, sagte Kultusminister Lorz.

Hessen: GEW kritisiert die Lockerungen an Grundschulen vor den Sommerferien

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hessen kritisierte diesen Schritt heftig. Die GEW kritisierte es als „absurd“, die regulären Corona-Regeln für zehn Tage über den Haufen zu werfen. Das Vorhaben sei für die Schulleitungen der betroffenen Schulen in Hessen unzumutbar. Das Kultusministerium verliere dadurch „weiter an Glaubwürdigkeit und Vertrauen in seine Verlässlichkeit“.

Genau an dem Tag, an dem die Grundschulen in Hessen wieder für alle Kinder ohne Abstandsregeln geöffnet haben (22.06.2020), wurden vereinzelte Corona-Fälle an Schulen in Frankfurt* bekannt. Das Gesundheitsamt verfolgte zahlreiche Kontakte. In fast 20 Schulen wurden Corona-Tests* durchgeführt. Vonseiten der Eltern wurde wegen einer plötzlichen Schulschließung in Frankfurt Kritik am Vorgehen des Gesundheitsamts laut.

Jetzt steht mit den Sommerferien eine längere Zeit bevor, in der sich die Schulen ein wenig erholen können. Das Kultusministerium in Hessen hat für die Zeit danach nun einen Corona-Leitfaden entwickelt, der am Dienstag (30.06.2020) in Wiesbaden vorgestellt werden soll. (iwe) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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