Ausblick auf den Winter 

Fällt der Winter aus? Experte mit schlechter Nachricht

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Wetter in Hessen: Deutschland und Hessen droht ein Rekordwinter. Fällt der Winter in diesem Jahr sogar aus? Ein Wetterexperte hat eine schlechte Nachricht.

Wetter in Hessen: Deutschland und Hessen droht ein Rekordwinter. Fällt der Winter in diesem Jahr sogar aus? Ein Wetterexperte hat eine schlechte Nachricht.

  • Wetter in Hessen: Rekordwinter im Anmarsch
  • Wettermodelle einig: Winter wird viel zu warm
  • Wetterexperte befürchtet: Winter fällt ins Wasser

Update vom Dienstag, 29.10.2019, 11:42 Uhr: Die Zeichen verdichten sich, dass der Winter in Deutschland in diesem Jahr ein Rekordwinter wird. Allerdings wird es nicht besonders kalt, sondern warm wie schon lange nicht mehr - wie mehrere Wettermodelle und Experten prophezeien.

„Der gesamte November soll nach den aktuellen Langfristtrends zu warm ausfallen und der Winter ebenfalls. Ja, sogar von einem Totalausfall des Winters ist die Rede. Statt viel Kälte und Schnee erwartet Deutschland in der kommenden Saison ein eher milde, nasser und stürmischer Winter. Wenn sich jemand über viel Schnee freuen darf, dann maximal die Hochlagen der Alpen“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Sie möchten über das aktuelle Wetter informiert werden? Hier geht es zu unserem Wetter-Ticker. Dort erfahren Sie alles zum bevorstehenden Wetterwechsel.  

Wie wird der Winter? Meteorologen haben erste Prognose errechnet

Update vom Mittwoch, 23.10.2019, 14:27 Uhr: Der Rekordwinter wird immer wahrscheinlicher. Den bisherigen Prognosen nach könnte der diesjährige Winter einer der fünf wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.

Rekordtemperaturen, eisige Kälte, Schneemassen und Überflutungen - wie hängt das alles zusammen? Die Großlage beim Wetter im November. 

Sämtliche längerfristige Abschätzungen sagen einen extremen Mildwinter mit viel Regen voraus, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net erklärte. 

Wetter in Hessen: Jetzt spricht auch dritter Dienst von ungewöhnlich warmen Winter

Update vom Samstag 19.10.2019: Wie wird das Wetter im Winter 2019/20? Nach und nach kristallisiert sich ein deutliches Bilder heraus. Nach der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA) und dem ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) rechnet jetzt auch der privaten US-Wetterdienst Accuweather mit einem Rekordwinter. Dieser soll aber nicht extrem kalt, sondern viel wärmer als üblich werden.

In Deutschland soll es reichlich Regen geben, sogar so viel Regen, dass die große Trockenheit, die in den tiefen Bodenschichten herrscht, endlich beendet sein soll. „Das deckt sich alles mit dem Wettertrend vom US-Wetterdienst NOAA. Demnach soll der kommende Winter ebenfalls nass und zu warm werden. Genau das sagen nun auch die Kollegen von Accuweather.

Dann könnte der kommende Winter buchstäblich ins Wasser fallen. Die Dürre würde beendet und nicht nur das: Es droht dann vielleicht sogar Hochwasser“, warnt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Wie wird der Winter? Meteorologen geben jetzt Prognose ab

Erstmeldung vom Dienstag 8.10.2019: Offenbach - Komplexe Strömungssysteme bestimmen unsere Wetterlagen. Für Europa ist dabei die sogenannte „Nordatlantische Oszillation“ (NAO) verantwortlich. Besonders in den Wintermonaten hat diese Strömung entscheidenden Einfluss auf unser Wetter. Grob vereinfacht, kann man sich dieses Strömungssystem wie ein riesiges Schaufelrad vorstellen, das Luft nach Europa transportiert.

In Europa haben wir es meist mit einem Tiefdruckgebiet über Nordeuropa (Islandtief) und einem Hochdruckgebiet über Südeuropa (Azorenhoch) zu tun. Das Tief schiebt feuchte Atlantikluft nach Europa.

Sind das Tief und das Hoch besonders ausgeprägt, bestehen also große Luftunterschiede, spricht man von einer positiven NAO. In Europa entsteht dann ein Sturmtief nach dem anderen, es wird also sehr windig, dafür aber bleibt es meistens vergleichsweise mild.

Wetter im Winter: Jede Menge Atlantikluft  

Genau von dieser Großwetterlage gehen derzeit zwei große Wettermodelle aus: So erwartet die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA), dass es in diesem Winter eine positive NAO geben wird – dass sich also langfristig Tiefdruckgebiete über dem Atlantik und Hochdruckgebiete über Südeuropa festsetzen könnten.

Das Wettermodell der NOAA rechnet momentan damit, dass im Dezember dauerhaft hohe Luftunterschiede zwischen Island und den Azoren herrschen werden. Dadurch schiebt eine starke Ost-Strömung permanent Tiefdruckgebiete nach Europa. Und die bringen Atlantikluft zu uns. Weil die Luft über dem Meer relativ warm und feucht ist, bedeutet das: Niederschläge bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Mit anderen Worten: jede Menge Regen. 

Tendenziell zu warm: Die errechneten Temperaturunterschiede zu den statistischen Werten für Dezember 2019. 

Wie wird das Wetter im Winter? Das sagen die Experten

Die Computermodelle des ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) rechnen für den kommenden Winter derzeit noch mit derselben Großwetterlage. Im Dezember könnten die Durchschnittstemperaturen in Deutschland rund ein halbes Grad über dem langjährigen Durchschnittswert liegen, sagen die Meteorologen.

Die langfristigen Wettermodelle bieten jedoch momentan noch nur einen groben Anhaltspunkt. Und auch wenn diese Prognosen zutreffen, kann es natürlich trotzdem auch kaltes Wetter geben. Zusammen mit der feuchten Atlantikluft ist dann sogar Schneefall möglich.

Das Wetter in Hessen

Und wie wird das Wetter in den nächsten Tagen? Hier finden Sie die neuesten Infos zum Wetter in Hessen. Laut Meteorologe Dominik Jung könnte schon in Kürze in Höhenlagen in Hessen der erste Schnee fallen. Schuld ist eine kalte Brise aus Norden, die über Hessen hinwegweht

Wenn es in den Nächten frostig kalt wird und die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, kann es auf den Straßen gefährlich glatt werden. 

Von Ulrich Weih und Christian Weihrauch

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