Ratenkredit: Das müssen Sie wissen

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Bevor Sie einen Ratenkredit aufnehmen, sollten Sie alles genau durchrechnen.

Ihr Finanzplan kann noch so ausgeklügelt sein – eine ungeplante Anschaffung bringt alles durcheinander. Denn meistens geht der Fernseher oder der PC dann kaputt, wenn auf dem Konto gerade Ebbe herrscht. Dann ist oft ein Ratenkredit die Rettung. Wir sagen, was Sie darüber wissen sollten.

Geld von der Bank

Ein Ratenkredit ist ein Darlehen über einen festen Betrag, dass die Kreditnehmer (also Sie), in festgelegten monatlichen Raten zurückzahlen müssen. Die Kreditgeber, also die Banken, verdienen an den Zinsen und den Bearbeitungsgebühren. Die Laufzeit ist meist flexibel und kann zwischen einem und zehn Jahren liegen.

Experten raten dazu, einen Ratenkredit nur dann zu nutzen, wenn der Wert der Anschaffung die Höhe von zwei Monatsgehältern übersteigt. Bei niedrigeren Beträgen kann es günstiger sein, den Dispo auf dem Girokonto zu überziehen. Dort sind die Zinsen dann manchmal geringer. Sprechen Sie zuvor aber auf jeden Fall mit Ihrer Bank – manche Kreditinstitute haben Sonderangebote wie zinsfreie Überziehungskredite für ihre Kunden.

Vergleichen Sie vor dem Abschluss des Kredits die Konditionen. Inzwischen finden Sie auch im Internet viele Angebote für einen Ratenkredit. Geschäfte und Kaufhäuser bieten mitunter ebenfalls spezielle Kredite, mit denen sich Ihre neue Waschmaschine oder Unterhaltungselektronik zu günstigen Konditionen finanzieren lässt.

Wer bekommt einen Ratenkredit?

  • Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen vergeben einen Kredit nur dann, wenn Sie über eine gute Bonität, verfügen, also finanziell vertrauenswürdig sind. Das bedeutet, dass Sie über ein gesichertes, regelmäßiges und ausreichend hohes Einkommen verfügen müssen. Außerdem sollten Sie keine Einträge bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) haben. Diese Institution zeichnet auf, ob Sie schon einmal einen Kredit nicht zurückgezahlt haben oder öfter mit Ihren Raten im Rückstand sind.
  • Falls Sie selbstständig oder Freiberufler sind, verlangt die Bank einen Einkommensnachweis. So wird sichergestellt, dass Sie die Raten bezahlen können. Falls der Kredit einem geschäftlichen Zweck dient, geben Sie das an. Manchmal winken dann günstigere Konditionen.
  • Ratenkredite an Rentner werden in der Regel bereitwilliger vergeben, wenn ein Bürge auftritt oder eine Immobilie als Sicherheit dient.

Kosten für den Kredit

Die Kosten für einen Ratenkredit setzen sich aus Nominalzins, Bearbeitungsgebühren und Vermittlungskosten zusammen. Die Höhe der Zinsen hängt von der Laufzeit des Vertrages und der Bonität des Kunden ab. Bei manchen Banken zahlen Sie bei weniger Zinsen, wenn die Laufzeit kurz ist. Andere Institute verlangen bei einer langen Laufzeit weniger Zinsen. Das liegt daran, dass manche Geldhäuser Wert auf eine schnelle Rückzahlung legen, während anderen eine gesicherte Zahlung wichtiger ist. Außerdem unterscheiden die Banken zwischen bonitätsabhängigen und bonitätsunabhängigen Krediten. Bei einer Abhängigkeit erhalten meist nur Kunden mit einer hervorragenden Bonität die günstigsten Zinsen. Ist der Kredit unabhängig, gilt derselbe Zinssatz für alle Kunden.

Vorsicht mit zu vielen Krediten

Gerade bei bonitätsunabhängigen Ratenkrediten laufen Verbraucher Gefahr, sich zu überschulden, weil sie mehrere Kredite gleichzeitig abschließen. Prüfen Sie daher genau, ob Sie den Kredit brauchen oder ob die Anschaffung doch noch warten kann. Falls Sie schon zu hohe Schulden haben, wenden Sie sich an eine Schuldnerberatung. Dort arbeiten Experten, die Ihnen zeigen, wie Sie wieder festen finanziellen Boden unter die Füße bekommen.

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