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Polizei erschießt Mann im Frankfurter Bahnhofsviertel: Details nun bekannt

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Von: Alexander Gottschalk, Stefan Krieger

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Bedrohungslage im Frankfurter Bahnhofsviertel: Ein Mann stirbt durch Polizeischüsse. Zuvor soll der Mann einen Polizeihund lebensbedrohlich verletzt haben.

Update vom Mittwoch, 3. August, 16.45 Uhr: Nach dem tödlichen Polizeischuss in einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel sind Details zu den Hintergründen bekannt geworden. Demnach handelt es sich bei dem Toten um einen 23-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Er soll versucht haben, zwei Prostituierte zum Drogenkonsum auf seinem Zimmer zu zwingen. Die Frauen weigerten sich, daraufhin habe der 23-Jährige sie mit einem Messer bedroht. Die Prostituierten konnten fliehen.

Die Polizei eilte anschließend mit einem Großaufgebot zu dem Hotel. Es kam zur Konfrontation, dabei soll der 23-Jährige einen Polizeihund mit dem Messer verletzt haben. Zudem soll der Täter eine Schusswaffe dabei gehabt haben, die er aber nicht einsetzte. Die Situation eskalierte weiter und einer der Polizisten setze einen Schuss ab, der den 23-Jährigen schwer verletzte. Wenig später starb der Mann im Krankenhaus.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sei der Mann der Polizei aufgrund zahlreicher Straftaten im Gewalt- und Drogenbereich bekannt gewesen. Der Polizeihund brach nach dem Messerangriff stark blutend zusammen und musste notoperiert werden. Ob das Tier überleben wird, ist noch unklar.

Polizeischüsse im Frankfurter Bahnhofsviertel: Mann stirbt nach Einsatz

Update vom Dienstag, 2. August, 11.00 Uhr: Der junge Mann, der in der Nacht auf Dienstag (2. August) bei einem Polizeieinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel schwerverletzt wurde, ist später verstorben. Das sagte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Nähere Angaben zu seiner Person machten die Ermittler zunächst nicht.

Bestätigt ist, dass der Mann durch den Schuss eines Polizisten tödlich verletzt wurde. Laut Staatsanwältin Nadja Niesen hatte es zuvor eine „Bedrohungslage“ gegeben. Was genau das heißt, blieb zunächst offen. Es waren auch Spezialkräfte vor Ort. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden, ist noch nicht bekannt.

Frankfurt: Polizeieinsatz im Bahnhofsviertel – Mann durch Schüsse schwerverletzt

Update vom Dienstag, 2. August, 09.45 Uhr: Nach dem Polizeigroßeinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel in der Nacht auf Dienstag (2. August) hat die Staatsanwaltschaft den Fall übernommen. In den frühen Morgenstunden habe es im Bereich Moselstraße eine Bedrohungslage gegeben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen dieser Redaktion.

Großeinsatz für die Polizei im Frankfurter Bahnhofsviertel.
Großeinsatz für die Polizei im Frankfurter Bahnhofsviertel. © 5Vision Media

Sie bestätigte, dass Polizisten deshalb auch von ihren Schusswaffen Gebrauch gemacht hätten. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Was genau sich im Frankfurter Bahnhofsviertel abspielte oder warum die Polizisten schossen, konnte die Behördensprecherin zunächst nicht sagen. Auch zum Verletzten liegen keine nähere Informationen vor. Die Ermittlungen laufen.

Frankfurt: Großeinsatz der Polizei im Bahnhofsviertel – Mann durch Schüsse verletzt

Erstmeldung vom Dienstag, 2. August, 7.54 Uhr: Frankfurt – Zu einem Polizeieinsatz kam es am Dienstag (2. August) in den frühen Morgenstunden im Frankfurter Bahnhofsviertel. Laut Augenzeugen soll der Einsatz gegen 02:00 Uhr in der Nacht in der Moselstraße begonnen haben.

Weitere Blaulicht-Nachrichten aus der Mainmetropole: Jüngst wurden in Frankfurt an einem Einkaufsmarkt zwei Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten nahmen zwei Tatverdächtige fest, weitere Jugendliche entkamen.

Dabei kam es angeblich in oder vor einem Hotel zum Einsatz von Schusswaffen durch die Beamten. Wie die Polizei mitteilt, ist mindestens eine Person verletzt worden. Es soll sich um eine männliche Person handeln. Über die Art und das Ausmaß der Verletzung liegen aktuell noch keine Informationen vor. (skr/ag)

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