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Bombenalarm in Neu-Isenburg: Junge (9) bringt Sprengkopf von Schulausflug mit

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Von: Alexander Gottschalk

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Aufregung am Dienstag (28. Juni) in Neu-Isenburg: Eine Mutter bringt den Fund ihres Jungen auf die Polizeiwache. Dort ruft man sofort den Kampfmittelräumdienst.

Neu-Isenburg - Der Fund eines Sprengkopfes hat in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) am Dienstag (28. Juni) die Räumung der Polizeistation und des Rathauses ausgelöst. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Demnach hatte ein neunjähriger Junge den Bestandteil einer Weltkriegsbombe bei einem Schulausflug im Wald gefunden, eingesteckt und mitgenommen.

Zu Hause zeigte das Kind den metallischen, zylinderartigen Gegenstand, der nur einige Zentimeter groß ist, seiner Mutter. Diese schöpfte Verdacht und wurde gegen 15.30 Uhr auf der Polizeiwache vorstellig. Die Beamten erkannten den Sprengkopf und evakuierten vorsichtshalber die Neu-Isenburger Polizeistation in der Hugenottenallee sowie das benachbarte Rathaus.

Kreis Offenbach: Fachleute stempel Fund in Neu-Isenburg als „Metallschrott“ ab

Der Kampfmittelräumdienst wurde alarmiert und kam kurz darauf in Neu-Isenburg an. Dort konnte er die Lage schnell beruhigen. Laut den Fachleuten des Regierungspräsidiums Darmstadt war der Sprengkopf nicht mehr zündfähig. „Metallschrott“, wie ein Polizeisprecher gegenüber dieser Zeitung kurz zusammenfasste. Bereits nach einer Stunde sei „der Spuk vorbei gewesen“.

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In Neu-Isenburg glücklicherweise nur kurz gefordert: Der Kampfmittelräumdienst. (Symbolbild) © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Wo genau und wie der Junge den Sprengkopf fand, ist der Polizei eigenen Angaben nach nicht bekannt. Weitere Untersuchungen soll es nach dem Fund zunächst nicht geben. Das Regierungspräsidium rät: „Kampfmittel bzw. munitionsverdächtige Gegenstände dürfen niemals bewegt oder aufgenommen werden“. Stattdessen sollte man umgehend die Behörden verständigen. Zuerst hatte FFH über den Fall berichtet.

Immer wieder werden in Hessen uralte Sprengkörper oder deren Komponenten gefunden – besonders häufig bei Bauarbeiten. Aus der Region Südosthessen kommt beispielsweise der Fund einer Phosphorbombe in Offenbach vor zwei Jahren ins Gedächtnis. Wie jetzt in Neu-Isenburg sorgen selbst Verdachtsmomente oft für große Aufregung. Zuletzt beispielsweise im November in Hanau, wo Metallteile im Boden eine Schulschließung verursachten. (ag)

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