Stillstand am Wochenende

Nach Eisbruchgefahr: Lifte auf Wasserkuppe laufen wieder

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Kleine Skifahrer lernen auf der Wasserkuppe bei guten winterlichen Bedingungen das Skifahren. 

Wasserkuppe – Eis- und Schneebruchgefahr haben dazu geführt, dass der Skibetrieb auf der Wasserkuppe am Wochenende stillstehen musste. 

Große Äste oder ganze Baumspitzen waren auf die Pisten gefallen. Das bedeutet Lebensgefahr für Ski- und Snowboardfahrer. Nach Aufräumarbeiten sind pünktlich zum Start der neuen Woche die Lifte seit Montag wieder geöffnet.

„Es hat den ganzen Tag geregnet, dadurch sind die Bäume wieder frei“, sagt Martin Kirchner, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Insgesamt zwei Tage lang standen der Märchenwiesenlift und der Rodellift Wieli still, lediglich Zauberteppich und Skiverleih hatten geöffnet. „Durch den andauernden Regen sind die Äste der Bäume so schwer geworden, dass Äste oder sogar ganze Spitzen abbrechen und auf die Liftspuren und Pisten fallen. Das ist lebensgefährlich. Wir müssen abwarten, bis sich die Lage entspannt hat“, hatte der Lifttreiber am Samstagmorgen auf Facebook bekannt gegeben.

Am Montag wurden in den frühen Morgenstunden noch die Pisten präpariert, dann wurde der Skibetrieb auf Hessens höchstem Berg fortgesetzt.

„Märchenwiesenlift und Wieli laufen wieder. Bei den anderen Liften müssen wir gucken, wie weit wir mit den Aufräumarbeiten kommen. Das kann noch dauern, aber ich denke, dass wir bis Ende der Woche alle Lifte öffnen können – vorausgesetzt das Wetter hält“, sagt Kirchner.

Beim Großteil der Wintersportler trifft das Vorgehen der Liftbetreiber auf Verständnis und Akzeptanz. „Ist schon vollkommen richtig, was die Ski- und Rodelarena macht. Ein normaler Skibetrieb ist definitiv zu gefährlich“, schreibt etwa ein Leser auf Facebook. „Das Stück Tanne, das da aufrecht steht, finde ich ganz schön krass und lebensgefährlich. Dann lieber Tee trinken und warten, bis es besser wird“, so ein anderer Kommentar.

Ärgerlich waren die Witterungsverhältnisse für Wintersportler, die eine weite Anreise hatten und sich schon früh am Morgen in Richtung Rhön aufgemacht hatten. Aber: „Um halb acht war noch kein Wind und auch nichts von Eisbruch zu sehen. Sonst hätten wir die Informationen früher rausgegeben“, schreibt der Betreiber auf Facebook. (rg)

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