Fuldabrücker Standort wird umgebaut

Möbel Finke schließt vorübergehend - Mitarbeiter sollen aber bleiben

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Ab dem Frühjahr dicht: Das Möbelhaus Finke an der Albert-Einstein-Straße in Fuldabrück-Bergshausen soll umgebaut werden. Dazu muss der Betrieb für mehrere Monate geschlossen werden.

Möbel Finke in Fuldabrück wird voraussichtlich im Frühjahr für einige Zeit schließen. Nach der Übernahme durch Höffner soll der Standort modernisiert werden.

„Er wird schöner, heller, moderner“, sagt ein Vertreter von Höffner auf HNA-Anfrage. Mehr Details zum Umfang der Veränderungen gibt es zurzeit nicht. „Weil noch nicht alles genau feststeht“, so der Sprecher.

Der Start des Umbaus soll Ende März/Anfang April sein. Das könne sich aber auch noch ändern, sagt der Höffner-Vertreter. Wie lange die Bauarbeiten andauern werden, ist ebenfalls nicht klar. Ob es sich eher um einen Zeitraum von Wochen oder Monaten handelt? „Ich sage nicht, dass es sechs Monate dauern wird, kann es aber auch nicht ausschließen“, so der Sprecher. „Es soll aber natürlich so schnell wie möglich alles fertig sein.“

Schulungen und Fortbildungen für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter bleiben währenddessen „alle an Bord und werden voll bezahlt“. Sie sollen in der Zeit des Umbaus zum Beispiel an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen. „Wenn es dann darum geht, die Regale quasi wieder einzuräumen, helfen die Angestellten mit, sind also in dieser Zeit beschäftigt.“

Um die Übernahme von Finke durch Höffner gab es zuletzt viel Wirbel. Dabei ging es vor allem um die Situation der 160 Mitarbeiter. Die überwiegende Mehrheit der Angestellten soll sehr verärgert über die von Höffner angebotenen Arbeitsverträge wegen schlechteren Konditionen sein. Einige Verkäufer, darunter auch besonders erfolgreiche, hätten deshalb schon gekündigt.

Finke-Standort in Paderborn wird geschlossen

Doch aus Angst, dass dem Finke-Standort in Fuldabrück das gleiche Schicksal wie dem Paderborner Geschäft droht, hätten sich viele Angestellte auch unter Druck setzen lassen, kritisierte unter anderem die Gewerkschaft Verdi. Der Standort in Paderborn wird im nächsten Jahr geschlossen und das Gebäude abgerissen. Für Fuldabrück spricht die Krieger-Gruppe zwar ebenfalls von einer schlimmen finanziellen Lage. Die Sanierung sei aber möglich, Einschnitte für die Mitarbeiter jedoch unumgänglich.

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