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Start-up aus Frankfurt bei „Die Höhle der Löwen“: Maschmeyer-Deal platzt nach der Sendung

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Von: Kim Hornickel

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Start-up-Unternehmer aus Frankfurt gewinnen in der „Höhle der Löwen“ Investor Carsten Maschmeyer für sich. Doch zum Geschäftsabschluss kommt es nicht.

Frankfurt – Der Deal des Frankfurter Start-up-Unternehmens „Read O“ mit Promi-Investor Carsten Maschmeyer ist geplatzt. Das berichteten nach der Ausstrahlung der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ am Montag (25.05.2022) mehrere Medien übereinstimmend. Die Gründer des Unternehmens waren auf der Suche nach einem potenten Geldgeber gewesen.

Ihre Geschäftsidee: Bücher-Tipps per App, nach Emotionen geordnet, direkt aufs Handy. Mit diesem simplen Pitch reisten sie von Frankfurt aus nach Köln, wo die „Die Höhle der Löwen“ aufgezeichnet wird. Und tatsächlich: Es schien, als hätten sie mit ihrem Auftritt in der Fernsehsendung Jurymitglied Maschmeyer für sich gewinnen können.

Der Unternehmer war von der Idee, Bücher nach den Kriterien „spannend“, „leicht lesbar“ oder „witzig“ filtern zu können, überzeugt. Doch die Konditionen des vorgeschlagenen Deals sorgten für eine Debatte in der Start-up-Show. 15 Prozent der Unternehmensanteile wollten die Frankfurter Jungunternehmer für 600.000 Euro verkaufen. Das schreckte alle anderen „Löwen“ (so der Vox-Titel für die Investoren) ab – nur Maschmeyer holte zum Gegenangebot aus.

Carsten Maschmeyer in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“
Carsten Maschmeyer kündigt erst an, in ein Frankfurter Start-up zu investieren, doch dann platzt der Deal. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Investoren aus Frankfurt: Chance auf viel Geld bei „Die Höhle der Löwen“

Zum Schluss stimmten die fünf Gründer dem neuen Maschmeyer-Deal zu: 25,1 Prozent für 600.000 Euro. Doch nach der Aufzeichnung der Sendung wurde klar: Es sollte nicht sein, mit dem vor den Kameras ausgehandelten Geschäft. „Carsten und wir wollten uns einfach strategisch in unterschiedliche Richtungen weiter entwickeln“, sagte Mitgründer Ben Kohz der FAZ. Geld gab es von Maschmeyer nicht, der zuvor etwa mit „Presize“ ein gutes Näschen fürs Digitalbusiness bewiesen hatte.

Ihr Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ habe sich trotzdem gelohnt, machten die Frankfurter Gründer dem Bericht zufolge deutlich. Denn: Carsten Maschmeyer soll die Jungunternehmer „Read O“ an zahlungswillige Investoren weitervermittelt haben. Und ihre App sammelte nach dem Vox-Auftritt zehntausende neue Nutzerinnen und Nutzer. (kh/ag)

Erst kürzlich sorgten zwei Geschäftsmänner aus Frankfurt mit ihren Handyhalterungen bei „Die Höhle der Löwen“ auf Vox für Begeisterung – nun haben sie eine neue Idee.

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