Berufskollege warnte andere Verkehrsteilnehmer

Lkw-Fahrer war mit 4,07 Promille auf der A7 unterwegs

Einem rumänischen Lkw-Fahrer ist es zu verdanken, dass es auf der A 7 Richtung Würzburg nicht zu einem schweren Unglück gekommen ist. Ein Berufskollege fuhr dort mit 4,07 Promille.

Passiert ist das Ganze bereits am Samstag, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. 

Der rumänische Fahrer eines Sattelzuges hinderte gegen 16.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Niederaula und Hünfeld/Schlitz zunächst die hinter ihm fahrenden Fahrzeuge am Vorbeifahren. Grund war ein ukrainischer Sattelzug, der mit deutlichen "Schlangenlinien" vor ihm fuhr und dabei immer wieder von der rechten Fahrspur auf den Standstreifen und auf den zweiten Fahrstreifen kam.

Dabei machte der rumänische Fahrer auch eine 29 Jahre alte Frau aus Gießen, die mit ihrem Pkw überholen wollte, auf den offensichtlich alkoholisierten Fahrer aufmerksam und gab ihr durch Gesten zu verstehen, die Polizei zu verständigen.

Am Parkplatz "Günterswald" - dem nächsten Parkplatz nach der Tank- und Rastanlage Großenmoor-West in Fahrtrichtung Süden - verließ der ukrainische Fahrer die Autobahn und hielt auf dem Parkplatz an. Der rumänische Sattelzugfahrer folgte ihm, sicherte nach hinten ab und nahm dem 37 Jahre alten Fahrer den Fahrzeugschlüssel weg.

Die inzwischen auf dem Parkplatz eingetroffene Streife der Autobahnpolizei Petersberg nahm bei dem Ukrainer einen Atemalkoholtest vor. Unglaubliche 4,07 Promille zeigte das Display des Gerätes an.

Der 37-Jährige wurde mit zur Dienststelle genommen. Dort erfolgte eine ärztliche Blutentnahme. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Er selbst musste im Polizeigewahrsam ausgenüchtert werden.

Die Firma des betrunkenen Sattelzugfahrers zeigte sich betroffen, als sie von der Autobahnpolizei verständigt wurde. Sie entsandte zwei neue Fahrer mit einem weiteren Fahrzeug, um den auf dem Parkplatz abgestellten Sattelzug sowie ihren Fahrer abzuholen.

Einen besonderen Dank erhielt der rumänische Lkw-Fahrer für sein umsichtiges Verhalten von der Autobahnpolizei Petersberg. (red/nm)

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