Auch Tiefkühlraum im Angebot

Abkühlung gewünscht? Supermarkt vermietet seinen Kühlraum

Borgentreich. Die Menschen, die in Borgentreich (an der Grenze zum Kreis Kassel) einkaufen gehen, trauen ihren Augen nicht. Am Eingang des Rewe-Marktes hängt ein Schild mit einem besonderen Angebot.

Dort steht: Zwei Minuten im Kühlhaus sitzen: zwei Euro. Fünf Minuten im Kühlhaus sitzen: fünf Euro. 10er-Karte: 20 Euro. Neu im Sortiment: Intensivkühlung - zwei Minuten im Tiefkühlhaus: fünf Euro.

„Ich hatte die Idee vor zwei Jahren irgendwo aufgeschnappt und dann umgesetzt. Nachdem es letztes Jahr sehr regnerisch war, ist mir der Zettel vor wenigen Tagen wieder in die Hände gefallen“, berichtet Inhaber Hartwig Meyer.

Um seine Einkaufsgäste zu unterhalten und sich einen Spaß zu erlauben, klebte er ihn an die Scheibe im Eingangsbereich. „Das Schild fällt schon auf. Einige Kunden haben mir bei WhatsApp geschrieben“, berichtet Meyer und erzählt: „Einer hat geschrieben, dass ich doch auch einen Kühlwagen hätte und somit Hausbesuche starten könnte.“

Hartwig Meyer (rechts) hat sich für die heißen Tage etwas Besonderes einfallen lassen: In seinem Rewe-Markt in Borgentreich kann man sich im Getränke-Kühlhaus bei Mitarbeiterin Marlies Rose für einen kleinen Betrag abkühlen.

Dass das Angebot mit einem Augenzwinkern zu verstehen sei, macht der Betreiber deutlich: „Das Schild war als Spaß gedacht und so kommt es auch an“, sagt Meyer. Möchte aber doch jemand das Angebot in Anspruch nehmen, wäre das kein Problem.

„Ins Tiefkühlhaus trauen sich aber bestimmt nicht viele, dort ist es wirklich sehr kalt. Da muss man nach den zwei Minuten schon mit einer Erkältung rechnen“, sagt er lachend. Noch habe das Angebot keiner ernsthaft in Erwägung gezogen, was laut Meyer auch daran liege, dass der gekühlte Raum für die Getränke frei zugänglich sei. „Da brauchen wir bei den aktuellen Temperaturen auch jeden Platz für die Getränkekisten“, sagt er.

Die beiden Kunden Dietmar Gievers (links) und Arne Gievers machten einen Stopp im Getränkeraum und kühlten sich ab. In der Mitte Inhaber Hartwig Meyer.

Wichtig ist für Meyer, dass der Spaßfaktor dieser Aktion im Vordergrund steht: „Einige Kunden sind dank des Schildes mit einem Lächeln in den Laden gekommen. Es hat seinen Zweck also schon erfüllt.“

Von Björn Friedrichs

Hier liegt Borgentreich

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