Zwei Kandidatinnen traten an

Neue Bischöfin von Kurhessen-Waldeck: Beate Hofmann gewinnt Wahl

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Beate Hofmann (rechts) hat sich gegen Annegret Puttkammer (links) durchgesetzt.

Mit Spannung wurde in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die heutige Bischofswahl erwartet. Die neue Bischöfin ist Dr. Beate Hofmann.

Aktualisiert um 17.40 Uhr. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Bischöfin: Im zweiten Wahlgang erreichte Prof. Dr. Beate Hofmann die große Mehrheit von 78 der 84 abgegebenen Stimmen. Die andere Kandidatin Annegret Puttkammer hatte ihre Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen, als sich eine Mehrheit für ihre Konkurrentin abzeichnete.

16.40 Uhr. Im ersten Wahlgang hat Prof. Dr. Beate Hofmann einen klaren Vorsprung erreicht: 56 Synodale stimmten für sie. Auf Annegret Puttkammer entfielen 25 Stimmen. Daraufhin zog Annegret Puttkammer ihre Kandidatur zurück. Im zweiten Wahlgang dürfte es nun für eine Zweidrittelmehrheit für Beate Hofmann reichen.

16.10 Uhr.

In diesen Minuten beginnt die Wahl für das Bischofsamt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck - begleitet von großem Interesse der Medien und der Kirchenöffentlichkeit. Zur Wahl stehen erstmals zwei Frauen: Pröpstin Annegret Puttkammer (Herborn) und Prof. Dr. Beate Hofmann (Bielefeld). Es verspricht spannend zu werden. Wie man hört, sollen in der nicht-öffentlichen Vorstellungs- und Fragerunde einige der Synodalen ihre Meinung nochmal geändert haben.

Zwei Frauen sind im Rennen: Für das Bischofsamt kandidieren Prof. Dr. Beate Hofmann (links) und Annegret Puttkammer.

Artikel von heute Vormittag

Die Landessynode kommt in Hofgeismar zusammen, um die Nachfolgerin von Bischof Prof. Dr. Martin Hein zu bestimmen. Erstmals in der Geschichte der Landeskirche treten zwei Frauen für das Amt an.

Ende September tritt Prof. Dr. Martin Hein in den Ruhestand.

Die Kandidatinnen sind Beate Hofmann (55), Professorin für Diakoniewissenschaften aus Bielefeld, und Annegret Puttkammer (55) aus Herborn, Pröpstin in der Evangelischen Nachbarkirche in Hessen und Nassau. Da beide als starke Bewerberinnen gelten, wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

Die Kandidatinnen werden sich ab 12 Uhr den Mitgliedern des Kirchenparlaments vorstellen. Dieser Teil der Sitzung ist nicht öffentlich. Die eigentliche Wahl beginnt um 16 Uhr. Die Landessynode erwartet eine lange Wahl. Den Kandidatinnen werden in etwa gleiche Chancen eingeräumt. Erforderlich ist eine Zweidrittelmehrheit der 86-köpfigen Synode, das heißt mindestens 58 Mitglieder müssen für die künftige Bischöfin stimmen. Erst im siebten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit. Zudem wird die Abwesenheit jedes Mitglieds der 86-köpfigen Synode als "Nein" gewertet. Die neue Bischöfin soll am 29. September ihr Amt antreten. 

Hier lesen Sie ein Interview mit dem scheidenden Bischof Martin Hein.

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