Feuer griff auf Werkstatt und Büro über

300.000 Euro Schaden: Schreinerei in Guxhagen brennt ab

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Die Flammen griffen von der Schreinerei aus auch auf Werkstatt- und Bürogebäude über.

Bei einem Großfeuer sind in der Nacht zum Samstag große Teile einer Schreinerei in der Straße Oberhof in Guxhagen (Schwalm-Eder-Kreis) vernichtet worden.

Der Brand entstand um 0.25 Uhr im Außenbereich und breitete sich rasend schnell in dem Gebäude aus. Die Polizei gibt den Schaden nach ersten vorsichtigen Schätzungen mit mindestens 300.000 Euro an. Verletzte gab es bei dem Brand glücklicherweise nicht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach Angabe der Brandursachenermittler bei der Polizeidirektion Homberg wird in alle Richtung ermittelt. Insgesamt waren über 130 Einsatzkräfte vor Ort.

Wie Zeugen aussagten, hatten sie gegen 0.25 Uhr bemerkt, dass ein Kunststoff-Müllcontainer, der an der Außenwand der Schreinerei stand, brannte. Sie benachrichtigten sofort die Besitzer und alarmierten die Feuerwehr. Als die ersten Guxhagener Einsatzkräfte an der Brandstelle eintrafen, hatten die Flammen bereits den Dachstuhl des Lagers erfasst. Das Gebäude stand im Vollbrand. Wie der Seniorenchef der Firma für Holz- und Innenausbau, sagte, fraßen sich die Flammen rasend schnell von dem brennenden Müllcontainer an der Fassadenverkleidung bis zum Dachstuhl hoch.

Löschversuche mit einem Feuerlöscher blieben erfolglos. In dem als Lagerraum genutzten Wirtschaftsgebäude, fanden die Flammen in Holz, Kunststoffprofilen und Furnieren, sowie den vielen Rohstoffen reiche Nahrung. Die geschockte Familie musste mit ansehen, wie Teile ihres Betriebes in kürzester Zeit ein Raub der Flammen wurden.

Trotz massivem Löschwassereinsatzes brannte der Dachstuhl des großen Gebäudes auf voller Länge ab. Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein waren Einsatzkräfte aus allen Guxhagener und Körler Ortsteilen an der Brandstelle. Die Wehr aus Melsungen unterstützte mit Drehleiter und Flutlichtfahrzeug ihre Guxhagener Kameraden.

Schreinerei in Guxhagen brennt ab

Schon von weitem waren die Flammen und der riesige Rauchpilz über der Ortsmitte von Guxhagen zu sehen. Die Straßen im Nahbereich der Brandstelle waren voll mit Einsatzfahrzeugen. Überall lagen Schläuche. Löschwasser wurde aus dem Trinkwassernetz aus Hydranten entnommen. Über eine Stecke von 700 Metern wurde von der Fulda bis zur Brandstelle eine weitere Löschwasserleitung aufgebaut.

Von außen, im Innenangriff und über die Drehleiter wurden die Flammen bekämpft. Ein Übergreifen des Feuers auf die Werkstatt mit den hochwertigen Maschinen und das Büro konnte damit verhindert werden. Allerdings wurde die gesamte Produktion der letzten Monate vernichtet. In der Firma sind insgesamt 18 Leute beschäftigt. Ob und wie weit die Maschinen vom Löschwasser beschädigt wurden, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen.

THW aus Homberg und Eschwege hilft vor Ort

Im Einsatz: Die Fachgruppe Räumen des THW Eschwege beim Brand einer Schreinerei in Guxhagen.

Um an alle Glutnester zu kommen und den einsturzgefährdeten Dachstuhl abzutragen, wurden THW-Kräfte aus Homberg mit einem Teleskoplader und aus Eschwege mit einem Abrissbagger angefordert. Sie begannen noch in der Nacht mit dem Abriss des Wirtschaftsgebäudes.

Das DRK Körle versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Speisen und heißen Getränken. Insgesamt waren über 30 Atemschutzgeräteträger, davon die Meisten mehrfach, im Einsatz. Auch ein Rettungswagen war vorsorglich an der Einsatzstelle. Vom Brandschutzaufsichtsdienst des Schwalm-Eder-Kreises waren Stellvertretender Kreisbrandinspektor Michale von Bredow und Kreisbrandmeister Frank Jacob an der Einsatzstelle.

Für die Feuerwehrleute aus Guxhagen und Körle ist es der zweite Großeinsatz innerhalb einer Woche. Am Sonntag waren sie an der Suche nach dem fünfjährigen Mädchen beteiligt, jetzt der Großbrand. Vor allem für die Guxhagener Einsatzkräfte dürfte mittlerweile die Belastungsgrenze erreicht sein. Sie sind seit einer Woche mit vielen Einsatzkräften fast täglich bei der Suche im Einsatz gewesen, jetzt der Großbrand. Dazu müssen fast alle tagsüber ihrem Beruf nachgehen.

Hier war die Einsatzstelle

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