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RMV erhöht jetzt seine Preise - Nächstes Jahr soll es dafür Rabatte geben

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Von: Florian Dörr

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In einem Regionalexpress von Gießen nach Hauptbahnhof Frankfurt wird eine Familie ausländerfeindlich beleidigt. (Symbolfoto)
Der RMV verlangt ab Juli 2022 im Schnitt 3,9 Prozent mehr für Tickets. (Symbolbild) © Arnulf Hettrich/Imago

Mit dem 1. Juli steigen die Preise beim RMV. Es ist bereits die zweite Erhöhung im Jahr 2022. Das Unternehmen liefert drei Gründe für den Schritt.

Hofheim – Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erhöht seine Preise: Ab dem 1. Juli müssen Kunden in Hessen durchschnittlich 3,9 Prozent mehr für Tickets in Bus und Bahn zahlen. Es ist die zweite Preiserhöhung im aktuellen Jahr. Ab Januar waren es im Schnitt 1,5 Prozent Aufschlag.

„Ausgenommen von der Erhöhung sind die Preise der Jahreskarten. Damit kommt der RMV seiner Stammkundschaft entgegen und wertschätzt die Treue während der Pandemie. Unverändert bleiben auch die Schüler- und Seniorenticket-Preise“, heißt es beim Unternehmen aus Hofheim (Main-Taunus-Kreis) zur jüngsten Preiserhöhung.

Hessen: RMV erhöht Preise - und kündigt Rabattsystem für 2023 an

Entlastungen für RMV-Kunden sollen ab dem kommenden Jahr winken: Ab Januar 2023 könnten Fahrgäste über ein Rabattangebot 25 Prozent bei Kurzstrecken-, Einzel- und Tagesfahrkarten sparen, teilte der RMV vor wenigen Wochen nach einem entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss mit. Der Rabatt könne für 10 Euro pro 30 Tage gekauft werden und mit der RMV-App oder dem eTicket genutzt werden.

Das neue Rabattangebot passe perfekt für die gestiegene Zahl von Homeoffice-Nutzern und Wochenendpendlern in Hessen, erklärte damals der RMV-Aufsichtsratschef und der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann (SPD): „Am aktuellen Beispiel des 9-Euro-Tickets zeigt sich, wie gut niedrige und attraktive Tarife von den Fahrgästen angenommen werden.“ Angesichts weiterer Kostensteigerungen brauche es aber Unterstützung von Bund und Land.

Preiserhöhung beim RMV: Unternehmen aus Hessen erklärt sich

Vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen beim RMV dürfte die Rabattankündigung für 2023 bei vielen Kunden allerdings eher nicht für Jubelstürme sorgen. Immerhin: Bis Ende August kann auch in Hessen das 9-Euro-Ticket genutzt werden –allerdings nicht in allen Regionalzügen. Das 9-Euro-Ticket bleibt von den Preiszuwächsen verschont.

Erklärt wird die aktuelle Erhöhung der Preise für RMV-Tickets mit der hohen Inflationsrate sowie gestiegenen Personal- und Energiekosten. Der RMV rechnet vor: „Laut Informationen des Statistischen Bundesamts liegt die Inflationsrate für das Jahr 2021 bei über drei Prozent und ist damit so hoch wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Zudem sind die Kosten für Fahr-, Service- und Werkstattpersonal im RMV-Gebiet seit 2017 insgesamt um etwa 10 Prozent gestiegen; Diesel- und Strompreise erhöhten sich um etwa 15 und 33 Prozent. Deshalb muss der RMV das Tarifniveau nun einmalig um 3,9 Prozent anheben.“ (fd)

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