Großeinsatz

Großbrand in der Wetterau: Feuer zerstört Scheune und Nebengebäude - Polizei nimmt Mann fest

Rund 60 Feuerwehrleute aus allen Gederner Stadtteilen kämpften gegen die Flammen, die drohten auf teilweise direkt angrenzende Nebengebäude mit Stallungen, ein Wohnhaus und eine Gaststätte in der Amthofstraße überzugreifen.
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Rund 60 Feuerwehrleute aus allen Gederner Stadtteilen kämpften gegen die Flammen, die drohten auf teilweise direkt angrenzende Nebengebäude mit Stallungen, ein Wohnhaus und eine Gaststätte in der Amthofstraße überzugreifen.

Große Rauchwolken hängen über dem Wetterauer Ort. Als die Feuerwehr eintrifft steht die Scheune im Vollbrand. Doch sie kann Schlimmeres verhindern.

  • Großbrand in der nördlichen Wetterau
  • Feuer zerstört Scheune und Nebengebäude
  • Feuerwehr kann Schlimmeres verhindern
  • Polizei nimmt Mann fest, Hinweise erbeten

Update, 13.08.20, 9.35 Uhr: Nachdem es am Dienstagabend in der Amthofstraße in Gedern-Wenings in der nördlichen Wetterau zu einem Brand gekommen war, hatten Polizisten einen Mann vorläufig festgenommen. Das teilte die Polizei nun in einer Mitteilung mit. Dieser sei noch am selben Abend wieder entlassen worden. Bei der männlichen Person handele es sich um einen 21-Jährigen aus Gedern, der kurz vor dem Ausbruch des Feuers in räumlicher Nähe des Brandortes gesehen worden sei.

Am Mittwoch untersuchten Brandursachenermittler den Ort des Geschehens. Bislang steht laut Polizei nicht fest, warum es zu dem Ausbruch der Flammen gekommen war. Die Ermittlungen dazu dauern noch an. In diesem Zusammenhang bittet die Friedberger Kriminalpolizei dringend um Hinweise. Die Ermittler fragen: Sind kurz vor dem Brand weitere Personen dort gesehen worden? Mögliche Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 0 60 31/60 10 zu melden.

Großbrand in der Wetterau: Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres

Erstmeldung, 12.08.20, 11.56 Uhr: Völlig zerstört wurden am Dienstagabend eine Scheune und ein Nebengebäude bei einem Großbrand im Ortskern von Gedern-Wenings in der nördlichen Wetterau. Rund 60 Feuerwehrleute aus allen Gederner Stadtteilen konnten durch Löschangriffe von drei Seiten verhindern, dass die Flammen auf die teilweise direkt angrenzenden Nebengebäude mit Stallungen, einem Wohnhaus und einer Gaststätte in der Amthofstraße übergriffen.

Gegen 18 Uhr wurde die Feuerwehr gleich durch mehrere Anrufe sowohl von Nachbarn als auch Bewohnern der Hofanlage, auf der die Scheune in Brand geraten war, alarmiert. Peter Lorenz, einer der Bewohner des Hauses, der erst vor drei Monaten mit seiner Lebensgefährtin eingezogen war, berichtet, dass er zunächst den Brand eines Unterstandes, in dem ein Traktor abgestellt war, bemerkt habe. Sein Enkel ergänzt, dass man versucht habe, diesen mit Wasser aus einem Schwimmbecken zu löschen. Dann hätten sie bemerkt, dass auch die Scheune in Flammen stehe.

Großbrand in der Wetterau: Scheune bei Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand

Kreisbrandinspektor Lars Henrich, erklärt, dass beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute aus dem nur wenige Meter entfernten Weningser Feuerwehrhaus sowohl die Scheune als auch das Nebengebäude zwischen dieser und einem Wohnhaus bereits in Vollbrand gestanden hätten. Über der Ortsmitte des Stadtteils stand eine dichte schwarze Rauchwolke, die das Tal hinab zog. Große schwarze Rußflocken fielen auch in weiterem Umkreis des Brandes zu Boden.

Eine Scheune und ein Nebengebäude sind den Flammen im Ortskern von Gedern-Wenings in der nördlichen Wetterau zum Opfer gefallen.

Rund 60 Feuerwehrleute bekämpften sowohl von dem betroffenen als auch dem direkt an die Scheune angrenzenden Nachbarhof, über die Drehleiter und aus dem hinter den Höfen liegenden Garten den Großbrand. Wegen des dichten beißenden Qualms, der auch durch die Dorfstraßen zog, mussten rund 30 Feuerwehrleute mit Atemschutz eingesetzt werden. Diese wurden wegen der extremen Temperaturen ungefähr alle 20 Minuten abgelöst. Mit im Einsatz war auch der Gerätewagen Atemschutz der Bad Nauheimer Feuerwehr.

Großbrand in der Wetterau: Feuerwehr kann Übergreifen der Flammen verhindern

Steffen Brill, Fachbereichsleiter Ordnung in der Stadtverwaltung, der ebenfalls bei den Löscharbeiten anwesend war, lobte die hervorragende Arbeit der Feuerwehrleute. Durch ihren Einsatz hätten sie verhindert, dass die Flammen auch auf weitere Gebäude übergreifen. Die zuerst in Brand geratene Scheune brannte laut Polizeiangaben vollends nieder; das Wohnhaus sowie die angrenzende Scheune wurden ebenfalls beschädigt. Weil die Gefahr eines Übergreifens gerade zu Beginn des Brandes nicht auszuschließen war, hatten Nachbarn den Viehbestand der Nachbargehöfte in Sicherheit gebracht.

Weil die Bewohner rechtzeitig gewarnt wurden, konnten sowohl sie, als auch ihre Hunde ihre Wohnungen rechtzeitig verlassen. Ein leicht verletzter Bewohner wurde laut Polizei durch Rettungskräfte ambulant behandelt. Gegen 19.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle, allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten noch mehrere Stunden an. Der Schaden befindet sich nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren, sechsstelligen Bereich. Die Polizeibeamten, die noch während der Löscharbeiten mit Nachbarn sprachen, konnten noch keine Angaben zur Brandursache machen. Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Friedberger Kriminalpolizei am heutigen Mittwoch aufgenommen. (Von Oliver Potengowski)

Erst am Montagabend hat ein Großfeuer auf dem Recyclinghof in Echzell die Feuerwehr beschäftigt. Die Flammen ragten meterhoch in den Himmel. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden am Dienstag im Einsatz.

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