So schützen Sie sich gegen Influenza

Grippewelle 2018: Erkrankung auch ohne Symptome möglich

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Wenn einen die Grippewelle erwischt: Vermutlich werden die schweren Fälle von Influenza ab Januar wieder verstärkt auftreten. Das Robert Koch-Institut erklärt auf seiner Website: "Grippewelle in Europa beginnt oft in den südwestlichen Ländern Europas (Spanien, Portugal) und setzt sich dann über Mitteleuropa nach Osteuropa fort."

Fieber, Schmerzen und der Kopf fühlt sich an, als würde er explodieren: Die Grippewelle nimmt langsam Kurs auf Deutschland. Alles, was Sie darüber wissen müssen, erfahren Sie hier.

Medizin-Experten klären auf: Das Robert Koch-Institut informiert jetzt umfassend über Grippe auf seiner Homepage. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur Grippewelle 2018 für Sie zusammengefasst. 

Welche Symptome hat die Grippe?

Es gibt eine relativ typische Symptomatik bei Menschen, die an Grippe erkranken. Hier haben wir die häufigsten Symptome aufgelistet:

  • Fieber
  • Muskelschwerzen
  • Kopfschmerzen
  • oft kommt Reizhusten hinzu

Laut Experten gibt es bei den Symptomen für Grippe eine Faustregel, die mit Dritteln arbeitet. Sie besagt: Ein Drittel der Leute erkrankt mit den oben genannten Symptomen, ein Drittel zeigt deutlich mildere Symptome - vergleichbar mit einer normalen Erkältung - und ein Drittel entwickelt sogar gar keine Symptome. Insbesondere ältere Menschen können an Grippe erkranken, ohne überhaupt Fieber zu bekommen. Die Dauer der Grippe wird vom Robert Koch-Institut mit 5 bis 7 Tagen angegeben. In schwereren Fällen, kann die Infektion durchaus deutlich länger dauern. 

Warum bekommt man Grippe meistens im Winter?

Laut Robert Koch Institut gibt es mehrer Gründe, die dazu führen, dass Grippe eher im Winter ihr Unwesen bei uns treibt. Die wichtigsten Gründe in der Übersicht:

  • Influenzaviren sind bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler
  • die Schleimhäute der oberen Atemwege bei trockener Luft sind anfälliger für Infektionen
  • im Winter sind wir öfter längere Zeit mit anderen Menschen in schlecht belüfteten Räumen
  • das Immunsystem vieler Menschen ist im Winter schwächer als im Sommer

Wie wichtig ist die Grippe-Impfung 2018?

Ärzte, Krankenkassen und Experten raten zur Impfung gegen Grippe. Wer sich impfen lassen will, der kann das beispielsweise beim Hausarzt - oftmals ist dafür kein Termin notwendig. In einem gesonderten Artikel erfahren Sie, wer die Kosten für die Grippeimpfung übernimmt.

Dieses Video ist Bestandteil der Plattform Glomex.

Im Jahr 2017 wurde beispielsweise noch ein Dreifach-Wirkstoff gespritzt. Nun wurde der Impfstoff aber neu justiert, um bei dieser Grippewelle besser zu schützen. Allerdings ist eine Impfung niemals ein 100%iger Schutz gegen Grippe.

Wie kann man sonst noch der Grippe vorbeugen?

So simpel es klingen mag: Händewaschen schützt. Denn die Erreger der Grippe werden nicht nur bei einer Tröpfcheninfektion weitergegeben. Auch beim Anfassen von Gegenständen und Händeschütteln laufen wir Gefahr zu erkranken. Der wirksamste und vermutlich kostengünstigste Grippeschutz ist also das Waschen der Hände. Doch damit diese Methode auch wirkt, sollte man unter keinen Umständen auf eine Katzenwäsche zurückgreifen: Nur wer seine Hände mit Seife und warmem Wasser mindestens 30 bis 45 Sekunden wäscht und anschließend geflissentlich abtrocknet, schützt sich richtig.

Ansonsten sollte man sich vor kränkelnden Zeitgenossen versuchen fernzuhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden: Denn auch wer angehustet oder angeniest wird, kann sehr schnell an Grippe erkranken.

Warum kann Grippe tödlich sein?

Prinzipiell ist das Influenza-Virus nicht unbedingt tödlich. Allerdings können Menschen mit einem schwachen Immunsystem an den Folgen einer Grippe sterben. Oftmals ist es so, dass betroffene Patienten erst an Influenza erkrankten und dann - als sie dadurch schon geschwächt waren - eine Lungenentzündung bekamen, die durch Bakterien ausgelöst wurde. In vielen Fällen gilt dann diese bakterielle Lungenentzündung offiziell als Todesursache, da viele Tote nicht speziell auf Influenza-Viren untersucht werden.

Wann beginnt die Grippe-Welle?

Die für uns typische Grippewelle hat laut der Experten vom Robert Koch-Institut in den vergangenen Jahren in vielen Fällen im Januar begonnen und dann rund drei bis vier Monate gedauert. Außerhalb dieser Zeit werden oftmals nur wenige Fälle von Influenza beobachtet. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Welle bei uns im Januar 2019 beginnt.

Grippewelle aktuell - Die Karte

Um die Ausbreitung der Grippewelle sehen zu können, gibt es eine Karte, die im Internet aufrufbar ist und den aktuellen Stand zeigt. Zuständig für diese Grafik ist die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Die AGI wurde 1992 von vier pharmazeutischen Unternehmen gegründet. 2001 übernahm das Robert Koch-Institut dann die wissenschaftliche Regie für die Arbeitsgemeinschaft. "Ziel der AGI in Deutschland ist die zeitnahe ganzjährige Überwachung und Berichterstattung des Verlaufs und der Stärke der Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (darunter speziell die der Influenza) und der spezifischen Merkmale der jeweils zirkulierenden Influenzaviren", heißt es auf der Homepage der AGI. Hier gibt es die Karte zur Grippewelle.

Was ist das Robert Koch-Institut?

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut, das zum Bundesministerium für Gesundheit gehört. Das RKI ist die wichtigste Einrichtung der Regierung, wenn es um Krankheitsüberwachung und Krankheitsprävention geht. Auch um Forschung kümmert sich das RKI. Die mit Abstand wichtigsten Aufgaben des Institus sind die Verhütung, Erkennung und Bekämpfung von Krankheiten - insbesondere, wenn es um Infektionskrankheiten geht.

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