Bloß nicht mit Bier löschen: Die sieben größten Fehler beim Grillen

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Beim Grillen sind die Deutschen Weltmeister. Trotzdem machen sie dabei nicht alles richtig.

Spätestens mit dem sonnigen Frühlingswetter hat die Grill-Saison begonnen. Wer diese sieben Fehler vermeidet, wird beim Brutzeln unter freiem Himmel jede Menge Spaß haben.

1. Den falschen Grill haben

Beim Grillen kommt es nicht nur auf die Lebensmittel an, sondern auch auf die Hardware. Die lässt sich in die drei Typen Elektrogrill, Kohlegrill und Gasgrill unterteilen. Jeder hat Vor- und Nachteile, aber nicht jeder Grill ist für jeden geeignet.

  • Elektrogrill: Er braucht nur wenig Platz und kann auch dort eingesetzt werden, wo offenes Feuer nicht erlaubt ist. Ohne Strom geht aber nichts. Und viel Platz gibt es nicht, wenn man Steak, Lachs und Vegetarisches trennen will.
  • Kohlegrill: Um mit Kohle zu grillen, braucht man einen Garten, zumindest aber eine große Terrasse.
  • Gasgrill: Er ist für Profis geeignet, die komfortabel und schnell grillen wollen. 

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2. Den falschen Ort wählen

Selbst wenn man den richtigen Grill für den richtigen Ort hat, kann man noch einiges falsch machen. Vor allem Kohlegrills sorgen für Brände, wenn sie in Gärten und Parks, auf Balkonen oder Campingplätzen nicht richtig betrieben werden, wie die Kasseler Feuerwehr gerade in einer Pressemitteilung warnte. Wichtig sind insbesondere ein ebener, feuerfester Untergrund sowie mindestens zwei bis drei Meter Sicherheitsabstand zu Gardinen, Sonnenschirmen und anderen leicht entflammbaren Gegenständen.

3. Spiritus in die Glut gießen

Wer in der Notaufnahme eines Krankenhauses arbeitet, wird beim Grillen noch vorsichtiger sein. Denn in den Sommermonaten werden dort besonders viele Brandopfer behandelt, die Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten in die Glut gegossen haben. Die dabei entstehende Stichflamme kann lebensgefährlich sein. Die Feuerwehr warnt zudem davor, mit Pressluft oder Sauerstoff die Glut entfachen zu wollen. Auch Kinder haben am Grill grundsätzlich nichts verloren.

4. Mit der Gabel wenden

Dieser Fehler ist zwar nicht lebensgefährlich, für Grill-Puristen aber trotzdem eine Ursünde: Werden Würstchen mit einer Gabel gewendet, laufen Fett und Saft aus dem Fleisch. Die aufgewirbelte Asche wiederum bleibt wieder an den Würstchen kleben. Darum verwenden Profis wie der Grill-Weltmeister Klaus Breinig von der Kochschule Edertal-Giflitz und der Grillakademie in Kassel-Waldau ausschließlich Grillzangen.

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Schweinebraten mit Kruste ... #pork #meat #food #meatlover

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5. Mariniertes Fleisch grillen

Ebenso verpönt wie eine Grillgabel ist bei Experten mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt. Durch die Hitze wird die Marinade flüssig. Sie tropft herunter und verbrennt schließlich. Auch Alufolien und Aluschalen verderben nur das Grillvergnügen, da sie die Hitze stoppen. Oft klebt das Fleisch daran zudem fest. Alles in allem also nur unnötiger Müll.

6. Mit Bier löschen

Wer vermeintlich cool sein will am Grill, schüttet gern Bier über Wurst und Grill. Für Elmar Hör vom Grillsportverein Suarius ist dies "eine der schlimmsten Angewohnheiten deutscher Hobbygriller. Bier trinkt man und schüttet es nicht über das Fleisch. Auch das wirbelt Asche auf. Eine Todsünde."

Dieser Beitrag stammt von der Video-Plattform Glomex.

7. Die Asche einfach liegen lassen

Wenn das letzte Würstchen gegessen ist, mag die Grill-Party vorüber sein, die Arbeit ist es noch lange nicht. Erst muss die Asche entsorgt werden - allerdings erst wenn sie abgekühlt ist und selbst dann nicht in Kartons oder Plastikbehälter. Die Feuerwehr rät: "Holzkohle und Asche niemals einfach auskippen und zurücklassen. Sämtliche Verbrennungsrückstände ablöschen, vorzugsweise mit Wasser und wenn möglich eingraben und übererden." Männer, für die Grillen das letzte Abenteuer ist, werden daran ihren Spaß haben.

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