Landwirt aus Fulda schwer verletzt

Bulle greift Landwirt an: Polizei greift zum letzten Mittel

Ein wild gewordener Bulle hat einen Landwirt aus Fulda angegriffen. Die Polizei musste zu einer drastischen Maßnahme greifen (Symbolbild).
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Ein wild gewordener Bulle hat einen Landwirt aus Fulda angegriffen. Die Polizei musste zu einer drastischen Maßnahme greifen (Symbolbild).

Ein Landwirt aus Fulda wurde von einem Bullen seiner Herde angegriffen und dabei schwer verletzt. Die Polizei muss zu drastischer Maßnahme greifen, um den Mann zu retten.

  • Ein Landwirt aus Fulda wird von einem Bullen angegriffen.
  • Das Tier lässt weder potentiellen Ersthelfer noch Rettungskräfte zum Verletzten.
  • Die Polizei muss zu einer drastischen Maßnahme greifen.

Update vom Freitag, 07.08.2020, um 13:36 Uhr: Es wurden weitere Details zu dem Vorfall in Ehringshausen bekannt. Der verletzte Landwirt stammt dem zufolge aus Hilders an der Rhön. Laut den Informationen hat er in Ehringshausen einige größere landwirtschaftliche Flächen gepachtet, weshalb er dort vor Ort war. Der Vorfall ereignete sich nach aktuellem Kenntnisstand am Ortsende von Ehringshausen Richtung Schellnhausen, unweit der Feldabrücke auf einer Weide.

Nach unseren Informationen wurde der Bulle auch auf dieser Weide erlegt. Bisher wurde der Tierkadaver noch nicht beseitigt. Schätzungen nach zu urteilen, wird der tote Bulle wohl mehr als eine Tonne wiegen. Der Landwirt musste mit einem Rettungshubschrauber abgeholt werden. Der Unfall hatte sich in unwegsamen Gelände ereignet, deshalb wurde der Landwirt zunächst mit einem Krankenwagen bis zu dem Hubschrauber gebracht, dieser war auf dem Sportplatz gelandet.

Erstmeldung vom Freitag, 07.08.2020, um 08.00 Uhr: Fulda / Vogelsbergkreis - Ein ausgewachsener Bulle hat am Donnerstagabend, 06.08.2020, gegen 19:20 Uhr in der Feldgemarkung von Gemünden / Felda, Ortsteil Ehringshausen, einen 48-jährigen Landwirt angegriffen.

Bei dem Angriff wurde der Landwirt, der im Landkreis Fulda wohnt, aber im Vogelsbergkreis eine Herde hält, von dem Bullen auf einer Wiese umgestoßen und mehrfach überrannt. Ein Zeuge des Vorfalls wollte dem am Boden liegenden Landwirt helfen und versuchte, mit seinem Pkw das Tier abzudrängen, aber ohne Erfolg.

Angriff auf Landwirt aus Fulda: Bulle lässt Rettungskräfte nicht zum Verletzten

Da auch die Besatzung eines mittlerweile alarmierten Rettungswagens nicht zu dem Verletzten vordringen konnte, wurde die Polizei und ein örtlicher Jagdpächter hinzugezogen. Auch nach Eintreffen zweier Streifen der Polizeistation Alsfeld und des Jagdpächters wurde der schwerverletzte Landwirt noch von dem Bullen bedrängt und niedergehalten.

Versuche, einen Berechtigten mit einem Betäubungsgewehr zu erreichen, verliefen leider ohne Erfolg. Da es demnach keine andere Möglichkeit gab, musste der Bulle vom Jagdpächter und der Polizei erschossen werden. Erst danach konnte der 48-Jährige medizinisch versorgt werden und wurde aufgrund seiner schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine nahegelegene Klinik verbracht.

Die Hintergründe für das Verhalten des Tieres werden im weiteren Verlauf durch die Polizei in Absprache mit den Fachbehörden ermittelt. In diesem Zusammenhang wird durch die Polizei eindringlich davor gewarnt, die Gefahren, die von solchen Tieren ausgehen, zu unterschätzen. (Jennifer Greve)

Bereits zuvor gab es Bullen-Angriffe in der Region

Zwei bei Youtube hochgeladene Videos werfen viele Fragen auf. Die Aufnahmen zeigen einen etwas anderen Polizeieinsatz auf der B83 bei Espenau-Hohenkirchen: Auch hier war ein Bulle* im Spiel. Nach den tödlichen Schüssen auf einen ausgebüxten Bullen auf der Bundesstraße 83 bei Espenau-Hohenkirchen* hat die Staatsanwaltschaft Kassel jetzt die Ermittlungen aufgenommen. *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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