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Freiheit als roter Faden: Grimm-Festspiele starten bald

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38. Brüder-Grimm-Festspiele
Ein Modell-Bühnenbild steht bei der Bekanntgabe des Programms der Brüder-Grimm-Festspiele auf einem Tisch. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach zwei Jahren mit Einschränkungen durch die Corona-Pandemie laufen in Hanau die Vorbereitungen auf die diesjährigen Brüder Grimm Festspiele. Vom 13. Mai bis 31. Juli werden dem Publikum im überdachten Amphitheater sowie in der Wallonischen Ruine insgesamt fünf Inszenierungen geboten. Eröffnet werden die Festspiele am 13. Mai mit einer Uraufführung des Musicals „Drosselbart!“

Hanau - , aus dem die beiden Hauptdarsteller Pamina Lenn („Prinzessin Ann“) und Paul Csitkovics („Prinz Ferdinand“) am Mittwoch als Kostprobe ein Stück sangen.

Als weitere Inszenierungen stehen das Schauspiel „Aladin und die Wunderlampe“ sowie das Familienstück „Brüderchen und Schwesterchen“ und - in der Reihe Grimm-Zeitgenossen - Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Programm der 38. Spielzeit. Abgerundet wird es mit „Das kunstseidene Mädchen“, einer Bühnenfassung des Romans von Irmgard Keun um ein junges Mädchen in den 1930er-Jahren, wie die Stadt und die Festspiele am Mittwoch mitteilten.

Das Publikum könne sich auf unterhaltsame und moderne Interpretationen der Grimm'schen Märchen freuen, die die traditionellen Geschichten des in Hanau geborenen Brüderpaares mit zeitgenössischen Themen kombinieren. So werde eine Brücke zur Gegenwart und modernen Gesellschaft geschlagen, erklärte Intendant Frank-Lorenz Engel. Als roter Faden verbinde das Thema „Freiheit“ die Stücke. Für Menschen mit Sehbehinderung bieten die Festspiele in diesem Jahr erstmals eine Vorstellung von „Aladin und die Wunderlampe“ mit Audiodeskription. Das Bühnengeschehen werde dabei unmittelbar beschrieben, um es ohne inhaltliche Verluste live erlebbar zu machen.

Vor der Pandemie lockten die Festspiele alljährlich rund 80 000 Besucher in die Stadt im Osten des Rhein-Main-Gebiets. Seit 1985 werden die weltberühmten Erzählungen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit den Festspielen lebendig gehalten. Wegen der Corona-Pandemie waren die Festspiele 2020 erstmals ausgefallen, im vergangenen Jahr kehrten sie zurück auf die Bühne - unter Einhaltung der Corona-Regeln und bei eingeschränkter Kapazität. Auch in diesem Jahr werde die Pandemie ihre eigenen Regeln aufstellen, doch die Rahmenbedingungen des Amphitheaters am Park des Hanauer Schlosses Philippsruhe erlaubten auch in diesen Zeiten entspannten Theatergenuss, erklärte der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). dpa

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