Ticket für Alle

Kommt das 365-Euro-Jahresticket? Feldmann wirbt um Unterstützung auf Bundesebene

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Kommt bald das 365-Euro-Jahresticket für alle? Der RMV möchte bei einem Modellprojekt vorangehen.

Die Rhein-Main-Region soll zum Modellprojekt für den öffentlichen Nahverkehr werden - und Hunderttausende Pendler in Busse und Bahnen locken.

Frankfurt - Wird Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet zur Modellregion für ganz Deutschland? Zumindest was den öffentlichen Nahverkehr betrifft, will die Region mutig vorangehen. Allein nach Frankfurt fahren jeden Tag 400.000 Pendler rein - und abends wieder raus. Zusätzlich fahren täglich 100.000 Frankfurter ins Umland, um dort zu arbeiten. Mit dem „Ein-Euro-Ticket für alle“ könnten vielleicht einige der Pendler dazu bewogen werden, künftig statt mit dem Auto lieber mit Busen oder Bahnen zu Arbeit zu fahren. 

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD*) hat in seiner Eigenschaft als Aufsichtsrat-Chef des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) nun einen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geschrieben und um Unterstützung für die Idee geworben. 

Für einen Euro durchs ganze Rhein-Main-Gebiet  

Demnach soll der das Rhein-Main-Gebiet zur Modellregion des Bundes für ein 365-Euro-Jahresticket im öffentlichen Nahverkehr werden. Der RMV bietet schon jetzt Schülern und Senioren die Möglichkeit eines 365-Euro-Tickets. Angesichts der hohen Schadstoffbelastung in Städten wie Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt würde weniger Autoverkehr natürlich der ganzen Region helfen. Überlegungen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung sowie zur Verkehrswende dürften an Stadtgrenzen nicht enden, so Feldmann. 

„Die Stadt Frankfurt als Pendlerhauptstadt Deutschlands und die Region Frankfurt/Rhein-Main sind mit dem RMV aus diesem Grund für ein übergreifendes Modellprojekt zur schrittweisen Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets, also ein Euro pro Tag“, heißt es. 

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Auch die Stadt Wiesbaden hat sich als Modellstadt für ein 365-Euro-Jahresticket beworben. Dies könne eine Vorstufe zur Einführung in der gesamten Region sein, erklärte die Landeshauptstadt. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hatte in einem Brief an Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und weitere Städte dagegen für eine übergreifende ÖPNV-Initiative im Rhein-Main-Gebiet plädiert.

(mit Material der dpa) 

*In einer früheren Version des Artikels hieß es, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann gehöre zur FDP. Das war ein Fehler. Wir bitten diesen zu entschuldigen. Feldmann ist SPD-Mitglied

Da ist wohl einiges schiefgelaufen: Eine Kundin warf am Hauptbahnhof 10 Euro in den Fahrkartenautomaten, bekam von diesem aber weder ein Ticket noch Geld zurück. An der Hotline gab man ihr dann offenbar auch noch einen falschen Rat.

In Frankfurt, Offenbach und anderen großen Städten in Offenbach drohen massive Probleme im Busverkehr. In einer Verdi-Umfrage sprachen sich die Busfahrer mit einer überwältigenden Mehrheit für unbefristete Warnstreiks aus.

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