Stimmung friedlich 

Tausende Kurden demonstrieren in Frankfurt gegen Syrien-Einmarsch 

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Demonstranten halten bei einer Protestaktion gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien Fahnen der Autonomen Region Kurdistan.

Mehrere tausend Kurden haben am Samstag in Frankfurt demonstriert. Die Stimmung war laut Polizei friedlich, der Protestmarsch hat zu Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt geführt. 

Update vom Samstag, 12.10.2019, 17:52 Uhr: Wie die Polizei Frankfurt über Twitter mitteilte, wurde die Demonstration mittlerweile auf dem Römerberg offiziell beendet. Obwohl es vereinzelt zur Verbrennung von Gegenständen gekommen sei, ist die Demonstration insgesamt friedlich verlaufen. 

Erstmeldung vom Samstag, 12.10.2019, 17:22 Uhr: Frankfurt - Fast 4000 Kurden haben am Samstag in der Frankfurter Innenstadt gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien* demonstriert. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag von zunächst etwa 3800 Teilnehmern. „Schluss mit dem Massaker in Rojava“ und „Hände weg von Rojava“, skandierte die aufgebrachte Menge. Die Polizei warnte Teilnehmer davor, Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder Bilder des Anführers Abdullah Öcalan zu zeigen.

Kurden-Demo in Frankfurt 

Die Demonstranten wollten am Nachmittag bei trockenem Wetter vom Hauptbahnhof zum zentralen Römerberg laufen, was zu einigen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt führte. Sie forderten politischen Druck Deutschlands auf Erdogan. „Ab heute wird es keine ruhige Minute mehr für diese Bundesregierung geben“, sagte ein Redner. Bereits am Mittag war ein kleinerer Demonstrationszug mit etwa 140 kurdischen Teilnehmern zur Hauptwache gezogen. Die Stimmung sei friedlich gewesen, berichtete die Polizei.

Auf dieser Strecke ist der Demonstrationszug in Frankfurt verlaufen. 

Die am Mittwoch begonnene türkische Militäroffensive richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz*, die auf syrischer Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert. Am vierten Tag der Offensive im Nordosten Syriens drangen türkische Truppen am Samstag in den strategisch wichtigen Grenzort Ras al-Ain ein.   (dpa)

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