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Wegen Anschlag von Hanau? Partei-Büro der AfD in Frankfurt beschossen – Bekennerschreiben taucht auf

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Das Parteibüro der AfD in Frankfurt ist offenbar beschossen worden.
Das Parteibüro der AfD in Frankfurt ist offenbar beschossen worden. © Daniel Karmann/dpa

In Frankfurt wird die Geschäftsstelle der AfD beschossen. Die Täter geben der Partei eine Mitschuld am Anschlag von Hanau. Der Staatsschutz ermittelt.

Frankfurt – Die Geschäftsstelle der AfD in Frankfurt ist offenbar beschossen worden. Das geht aus einem anonymen Bekennerschreiben hervor, das der Redaktion vorliegt. 

Ein Sprecher der Polizei Frankfurt bestätigte, dass es zu einer Sachbeschädigung am Parteibüro der AfD gekommen sei. Der Vorfall soll sich bereits in der Nacht von Sonntag (17.05.2020) auf Montag (18.05.2020) ereignet haben. 

Frankfurt: Parteibüro der AfD beschossen – Bekennerschreiben aufgetaucht

Verletzt wurde nach Angaben der Polizei Frankfurt niemand. Es sei ein Schaden an der Verglasung eines Fensters des Gebäudes im Wasserweg im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen entstanden.

In dem Bekennerschreiben hieß es, es sei mit Stahlkugeln geschossen worden. Es sei darauf geachtet worden, dass das AfD-Parteibüro bei dem Beschuss menschenleer gewesen sei, betonten die Verfasser. 

Frankfurt: Angriff auf AfD-Geschäftsstelle nach Anschlag in Hanau

Die Polizei Frankfurt hat nach dem Angriff auf die AfD-Geschäftsstelle ein Strafverfahren aufgenommen. Der Staatsschutz wurde aufgrund des offensichtlich politischen Tatmotivs eingeschaltet.

In dem Bekennerschreiben ist die Rede davon, dass die AfD „menschenverachtende Stimmung gegen vermeintliche Migranten und ‘Ausländer‘“ schüre. An den Taten von Tobias R., der im Februar in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund erschoss, sei die Partei deshalb mitschuldig. 

red

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