Betrieb schließt bald

Möbelhaus Finke in Fuldabrück so gut wie leer geräumt - Teile bereits abgerissen

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Arbeiten sind in vollem Gang: Das Möbelhaus ist zwar noch bis Ende des Monats geöffnet, ein Teil des Gebäudes ist aber bereits abgerissen worden.

Ein paar Teppiche, vereinzelte Gardinenschals, einige Tische und etwas Krimskrams – mehr ist bei Finke in Fuldabrück in diesen Tagen nicht zu holen. Wir haben uns vor Ort umgeschaut.

Die Verkaufsfläche im Erdgeschoss des Möbelhauses, wo sich vor einigen Wochen noch Küchengeräte, Deko, Lampen und Möbel aneinanderreihten, ist so gut wie leer gefegt. Den Weg in die erste, zweite und dritte Etage können sich die Kunden sparen – ein Schild weist daraufhin, dass dort nichts mehr verkauft wird.

Wie berichtet, wird Finke nach der Übernahme durch den Möbelriesen Höffner komplett umgebaut und saniert. Das Geschäft schließt Ende März, die Wiedereröffnung ist für Herbst geplant.

Finke hat zwar noch einige Tage geöffnet, die Arbeiten sind aber derzeit nicht nur auf den Verkaufsflächen in vollem Gang. Im Außenbereich passiert auch so einiges: Berge voll Erde und Schotter, Bagger und Bauarbeiter sind allgegenwärtig, Kunden sieht man nur noch vereinzelt. Sie streifen im Geschäft umher und suchen nach den letzten Schnäppchen.

Bei Finke ist in den vergangenen Wochen schon viel passiert: Die Verkaufsflächen sind fast leer, im Außenbereich wird schon gebaut.

80 Prozent auf alles, auch auf reduzierte Ware, verkünden die Schilder zum Beispiel. Eine Frau will Gardinenschals kaufen – die früher große Auswahl ist nun auf wenige Stücke beschränkt. Ein Mann schaut sich einige Tische an, die noch übrig sind. Zwischen 20 und 30 Euro sollen sie kosten. Die Preise sind auf karierten Blättern zu lesen, die aussehen, als seien sie einfach aus einem Schreibblock herausgerissen und mit Klebeband befestigt worden. Von dem vor kurzem noch gut bestückten Dekobereich ist nur noch eine winzige Ecke übrig.

Die jetzige Finke-Inhaberfamilie Krieger plant den Anbau einer Auslieferlogistik für die Belieferung direkt in die Region und den Komplettumbau des Verkaufshauses. Ein Teil des Gebäudes ist bereits abgerissen worden. Der Komplex soll Richtung Marie-Curie-Straße verlängert werden. Außerdem soll das Gebäude höher werden. Das Geschäft soll auch nach der Wiedereröffnung Finke heißen.

Von Theresa Novak

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