Für weitere Tat verantwortlich?

Fall Lübcke: Stephan Ernst soll möglicherweise Flüchtling niedergestochen haben

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Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan Ernst, soll möglicherweise für eine weitere Tat verantwortlich sein. 

Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan Ernst, soll möglicherweise für eine weitere Tat verantwortlich sein. 

Das bestätigte Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, auf HNA-Anfrage. 

Ernst soll im Jahr 2016 in Lohfelden einen irakischen Flüchtling niedergestochen haben. Der Mann überlebte schwer verletzt. Das Haus von Stephan Ernst im Kasseler Stadtteil Forstfeld war am Donnerstag von Ermittlern erneut durchsucht worden. Darüber hatte Spiegel Online am Donnerstagabend berichtet. 

Konkrete Beweise gibt es bislang nicht

Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich bislang lediglich um einen Anfangsverdacht handeln. Konkrete Beweise gäbe es bislang noch nicht. 

Der damals 22-jährige Asylbewerber war am 6. Januar 2016 mit Stichverletzungen auf der Kreuzung Crumbacher Straße/Am Fieseler Werk in Lohfelden gefunden wurden. Der junge Mann hatte damals in der Erstaufnahmeeinrichtung in Lohfelden gelebt, die nur knapp zwei Kilometer vom Haus von Stephan Ernst im Stadtteil Forstfeld entfernt ist. 

Tatumstände noch immer ungeklärt

Die Umstände der Tat sind noch immer ungeklärt. Ein rechtsextremes Motiv konnte von der Polizei nicht ausgeschlossen werden. Bei einer Vernehmung hatte das Opfer damals ausgesagt, auf dem Weg zu einer Tankstelle von dem Unbekannten niedergestochen worden zu sein. 

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Der Täter sei anschließend auf einem Fahrrad geflüchtet. Er wurde wie folgt beschrieben: unter 30 Jahre alt, er führte einen Rucksack bei sich, bei dem Fahrrad handelt es sich um ein älteres Modell (kein Sportrad). Die Polizei hatte damals unter anderem mit Plakaten nach Hinweisen gesucht.

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