Firma Wiegand aus Rasdorf investiert rund 500.000 Euro

Eine neue Rhönbob-Bahn für die Wasserkuppe

Mit dem Rhönbob den Berg hinab: Die Allwetter-Bahn gibt es seit 23 Jahren. Jetzt wird sie durch ein neues Modell ersetzt. Foto: Wiegand

Gersfeld. Die Firma Wiegand aus Rasdorf hat eine neue Rodelbahn entwickelt, die ab Ende Mai auf der Wasserkuppe aufgebaut wird. Das neue Modell wird die bisherige Rhönbob-Bahn ablösen und soll komfortabler und sicherer sein. Der Umbau wird acht Wochen in Anspruch nehmen.

Voraussichtlich in den Sommerferien soll die neue Bahn eröffnet werden. Das Rasdorfer Unternehmen investiert dafür mehr als eine halbe Million Euro.

Ein Jahr lang wurde an dem Konzept für einen neuen Rhönbob gearbeitet. Herausgekommen ist ein Gefährt, „das von A bis Z neu ist“, erklärt Hendrik Wiegand, Geschäftsführer der Firma Wiegand, gegenüber unserer Zeitung. Der bisherige Rhönbob ist 23 Jahre alt. „Das ist ein bisschen wie bei Autos: Wir haben ein neues Modell entwickelt“, erklärt der Unternehmer.

Vor allem im Bereich der Technik gebe es viele Änderungen. „Das Bremssystem ist magnetisch und dadurch geräuschlos“, erläutert Wiegand. Außerdem sei dadurch der Bremsweg immer gleich lang – auch bei Nässe und Schnee. „Die Fahrt wird komfortabler werden. Besonders wenn man zu zweit im Schlitten sitzt, war es zuletzt recht eng. Auf den neuen Schlitten wird zwischen beiden Sitzschalen zehn Zentimeter mehr Platz sein“, erläutert Wiegand.

Die neue Bahn soll auch sicherer werden. „Aber Unfälle werden wir leider nicht vermeiden können“, sagt Wiegand. „Der Rhönbob ist eben ein Sportgerät. Dass Gäste auffahren, wird wohl weiterhin passieren.“ Die Rhönbob-Schlitten werden weiterhin auf zwei Schienen den Berg herunterfahren – auf einer Strecke von knapp einem Kilometer.

Genau dort, wo der Rhönbob jetzt entlangführt, wird auch der neue gebaut. Die Bahn muss für den Umbau acht Wochen lang gesperrt werden. „Dadurch wird es zu gewissen Abstrichen für die Besucher kommen. Aber wir haben ja immer noch die beiden anderen Sommerrodelbahnen und weitere Fahrgeschäfte“, erklärt der Geschäftsführer. Die Anlage wird in Rasdorf gefertigt und dann voraussichtlich ab Ende Mai auf der Wasserkuppe aufgebaut.

Der Rhönbob war der erste seiner Art auf der Wasserkuppe. Nur dort hat das Gefährt den Namen Rhönbob, ansonsten wird es Alpine Coaster genannt. „Wenn das neue Modell sich auf der Wasserkuppe bewährt hat, können wir weitere unserer insgesamt 223 Alpine Coaster, die auf der ganzen Welt stehen, umrüsten“, so Wiegand.

Von Jessica Vey

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