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Vandalismus auf der documenta: „Politisch motivierte Drohung“

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Von: Marvin Ziegele, Lucas Maier

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Vandalismus auf der documenta15 in Kassel: Weitere Details bekannt geworden.
Vandalismus auf der documenta15 in Kassel: Weitere Details bekannt geworden. (Archivbild) © Swen Pförtner/dpa

Der Ausstellungsort der documenta in Kassel sieht sich mit Vandalismus konfrontiert. Man betrachte die Tat als „politisch motivierte Drohung“.

Update vom Mittwoch, 1. Juni, 15.10 Uhr: Mittlerweile sind weitere Details zu der Sachbeschädigung an einem Standort der documenta15 in Kassel bekannt geworden. In den Ausstellungsräumen in der Werner-Hilpert-Straße in Kassel, wurden die Schriftzüge „187“ und „PERALTA“ hinterlassen, dies bestätigte die Polizei auf Nachfrage. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im Bereich von mehreren Tausend Euro. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar, ein politisches Motiv könne aber nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Bei der gesprühten Zahlenkombination „187“, könnte es sich um eine Anspielung auf Kennziffer für Mord im kalifornischen Strafgesetzbuch handeln. Allerdings wäre ein Bezug zu der deutschsprachigen Hip-Hop-Gruppe „187 Straßenbande“ möglich. Was tatsächlich hinter den Schriftzügen steckt, werden wohl erst die weiteren Ermittlungen zeigen.

Vandalismus auf der documenta: „Politisch motivierte Drohung“

Erstmeldung vom Dienstag, 31. Mai: Kassel - Wenige Wochen vor Beginn der documenta fifteen in Kassel sieht sich die Kunstausstellung mit Vandalismus konfrontiert. Das Kuratorenkollektiv Ruangrupa und das künstlerische Team der documenta betrachteten „die Taten als politisch motivierte Drohung“, hieß es am Dienstagabend in einer Mitteilung. „Wir wünschen uns eine Arbeitsatmosphäre, in der Gewalt gegen Personen, Orte und Kunstwerke nicht toleriert wird.“ Die 15. Ausgabe der Weltkunstausstellung (documenta fifteen) findet vom 18. Juni bis 25. September statt.

Demnach war am Wochenende in einem Ausstellungsort der documenta eingebrochen worden, es seien mehrere Schmierereien hinterlassen worden. Nach Angaben der Polizei wird wegen Sachbeschädigung ermittelt, ein politisches Motiv könne nicht ausgeschlossen werden. Man nehme die Vorkommnisse auch angesichts der aktuellen Debatte sehr ernst, teilten die Veranstalter weiter mit.

Kassel: Einbruch in Ausstellungsort der documenta

In den vergangenen Wochen lief eine Antisemitismusdebatte um die Ausstellung. Ein Bündnis hatte dem kuratierenden indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa vorgeworfen, dass auf der documenta auch Organisationen eingebunden seien, die den kulturellen Boykott Israels unterstützten oder antisemitisch seien. Das Kollektiv und andere Beteiligte wiesen die Anschuldigungen zurück.

Vor kurzem gab es in der Debatte außerdem Streit um ein Expertenforum der documenta, das über das „Grundrecht der Kunstfreiheit angesichts von steigendem Rassismus und Antisemitismus und zunehmender Islamophobie“ hätte debattieren sollen. Nach Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland wurde die Veranstaltungsreihe Anfang Mai ausgesetzt. (marv/dpa)

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