HNA-Kommentar

Dieselfahrverbot in Frankfurt: Ein konsequentes Urteil 

In Frankfurt müssen Fahrer älterer Diesel mit einem Fahrverbot in Teilen der Stadt rechnen, um den Luftreinhalteplan einzuhalten. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteur Peter Klebe. 

Das Urteil zum Fahrverbot in Frankfurt ist unbequem, aber konsequent. Luftreinhaltepläne werden nicht mal eben so erstellt. Sie dienen der Gesundheit der Innenstadtbewohner. Der Stickoxid-Ausstoß von Dieselmotoren kann Erkrankungen von Herz, Kreislauf und Lunge fördern – dem muss gegengesteuert werden.

Das erste Fahrverbot in Hessen wird einen relativ großen Bereich umfassen und ist deshalb nicht nur Symbolpolitik wie etwa in Hamburg. In der Hansestadt sind zwei Straßenabschnitte mit einer Länge von wenigen hundert Metern gesperrt – ein schlechter Witz.

Aufwändig, aber notwendig sind Maßnahmen zur Einhaltung und Überwachung des Verbots in Frankfurt. Es wird viele Ausnahmen geben – Taxifahrer und Gewerbetreibende dürfen zu Recht ihre Dieselfahrzeuge auch in den Sperrbereichen nutzen. Die restlichen Fahrer von älteren Dieseln sind die Gekniffenen. Es ist verständlich, dass sie sich nun aufregen, aber das Urteil fiel nicht, um sie zu schikanieren. Vielleicht denkt der ein oder andere über ein umweltfreundlicheres Fahrzeug nach.

In Frankfurt ist endlich der Weg frei für bessere Luft. Dafür gibt es klar definierte Fristen. Gut so.

Rubriklistenbild: © Franziska Kraufmann/dpa

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