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Bunte Kostüme auf der Connichi 2018: So lief die Manga-Messe ab

Kassel. Wenn Feen, Monster, Fabelwesen und Außerirdische vor Hotels, an Haltestellen und im Kasseler Stadthallenpark vagabundieren, dann ist wieder Connichi-Zeit.

Eines der größten Treffen für Fans der japanischen Comics Manga und Anime zog am Wochenende noch mehr Fans aus dem In- und Ausland an als im Vorjahr. 2017 waren 26.500 nach Kassel gekommen. Am Samstag war es so voll, dass keine Karten mehr im Kongress Palais Stadthalle verkauft wurden. Die genauen Besucherzahlen für die Connichi 2018 sind noch nicht kommuniziert worden.

Fast alle Besucher sind Wiederholungstäter. Teilweise waren sie schon 2004 in Kassel, als die Veranstaltung erstmals hier stattfand und 6000 Besucher zählte. Rudolf aus Ulm ist ein Mann der ersten Stunde. In diesem Jahr ist er als Hatsune Miku – eigentlich ein zierliches Comic-Mädchen – auf der Messe. 2000 Euro und 200 Arbeitsstunden hat er in sein Kostüm gesteckt, das mit allerlei technischen Finessen ausgestattet ist.

Im Stadthallenpark gehören Sara, Sophie und Julia zu den beliebten Fotomotiven. Als Cosplay-Fans – so nennt sich der japanische Verkleidungstrend – haben sie sich im Netz kennengelernt und sind als Pókemon-Gruppe nach Kassel gereist. Entsprechend sind sie in die Rollen der Videospielfiguren geschlüpft. Wie viele andere auf der Connichi haben sie ihre Charaktere aber mit ihrer eigenen Fantasie weiterentwickelt. Weil es die Kostüme nicht von der Stange gibt, beginnt bei vielen Fans die Vorbereitung und Handarbeit Monate vor der Kasseler Messe. Nicht selten haben die Cosplayer für jeden der drei Tage ein neues Outfit im Koffer.

Nur wenige Meter neben den friedlichen Pokémons lagert eine Gruppe Orks aus „Herr der Ringe“. Überhaupt ist das Treffen nicht mehr nur auf die Helden der japanischen Comicwelt begrenzt. Figuren aus Star Wars, die Schöne und das Biest und Computerspielen tummeln sich ebenso wie Eigenkreationen. Casandra aus Bad Harzburg hat etwa ein halbes Jahr an ihrem Wolken-Kostüm gearbeitet.

Durch die Treffen auf der Connichi haben sich europaweite Freundschaften entwickelt. „Die Schweizer lieben die deutschen Conventions“, sagt Pit aus der Alpenrepublik. Mit von der Partie waren auch Eline und Ariana aus den Niederlanden. Sie hatten sich in Kassel mit Julia aus Berlin getroffen. Die Connichi sei im Ausland so beliebt, weil sie mit „so viel Liebe“ veranstaltet werde, sagte Julia. Wegen der internationalen Wettbewerbe der Messe seien hier zudem besonders aufwendige Kostüme zu bewundern. 

Um die mutigen Paradiesvögel zu bestaunen, ist auch Hans Stiebing aus Fuldabrück zur Stadthalle gekommen. Der Chef eines Abschleppdienstes ist für die Connichi in die Rolle eines Police Officers geschlüpft. Den passenden Polizeiwagen, einen Buick aus dem Baujahr 1979, hat er aus den USA importiert.

Connichi 2018: Bilder vom ersten Tag der Manga-Messe in Kassel

Connichi 2018: Bilder vom zweiten Tag der Manga-Messe in Kassel

Connichi 2018: Fotos vom dritten Tag der Manga-Messe in Kassel

Rubriklistenbild: © Fotos: Dieter Schachtschneider

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