Reisegruppe aus dem Schwalm-Eder-Kreis

Bus mit Kindern aus Zeltlager verunglückt: Zwei Schwerverletzte

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Ein Reisebus mit Kindern aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden.

Dahme. Ein Reisebus mit Kindern aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist am Samstagabend in einen Unfall in Norddeutschland verwickelt worden. Es gab zwei Schwer- und mehrere Leichtverletzte.

Zuletzt aktualisiert um 13.40 Uhr. Laut Polizei war der Bus mit Kindern und Jugendlichen auf dem Rückweg vom Besuch der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) ins Jugendzeltlager des Kreises in Dahme. 

Gegen 18.40 Uhr am Samstag kam es auf der Landesstraße zwischen den Orten Lensahn und Cismar zu dem Unfall, bei dem der Reisebus mit einem Rettungswagen zusammenstieß.

Nach ersten Erkenntnissen wollte der Fahrer eines VW Passat im Bereich der Ortschaft Rüting nach links auf die Landesstraße 231 in Richtung Grube abbiegen. Er stand auf der Fahrbahn, um einen entgegen kommenden, in Richtung Lensahn fahrenden Rettungswagen passieren zu lassen.

Der Reisebus fuhr zur gleichen Zeit aus Richtung Lensahn kommend in Richtung Cismar und näherte sich dem Passat von hinten.

Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge kam es zum Zusammenstoß des Busses mit dem Rettungswagen, als der Bus dem VW Passat über die Spur des Gegenverkehrs auszuweichen versuchte. Anschließend geriet er in die Böschung. 

Wrack eines Rettungswagens: Bei dem schweren Verkehrsunfall in Norddeutschland sind zahlreiche Menschen verletzt worden. 

Landrat und Eltern auf dem Weg zum Zeltlager

In dem Bus befanden sich neben dem Fahrer und den Betreuern 42 Kinder und Jugendliche aus dem Jugendzeltlager des Kreises. Zwei schwer verletzte Insassen wurden mit zwei Rettungshubschraubern in nahegelegene Kliniken geflogen. Insgesamt waren 36 Rettungswagen im Einsatz.   

Der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker, ist auf dem Weg ins Zeltlager in Dahme. Vor Ort solle dann entschieden werden, ob man das Zeltlager abbrechen werde, sagte sein Stellvertreter, Erster Kreisbeigeordneter Klaus Kaufmann, auf Anfrage der HNA. Auch etliche Eltern der Kinder, die ihre Ferien in dem Zeltlager verbringen, seien bereits in der Nacht an die Ostsee aufgebrochen, nachdem sie von dem Unfall gehört hatten..

Zunächst war davon die Rede, dass 42 weitere Personen leicht verletzt worden seien. Das dementierte die Polizei in Lübeck jedoch am Sonntagmorgen. Die beteiligten Kinder sind Polizeiangaben zufolge 10 bis 15 Jahre alt.

Die beiden auf dem Weg zu einem Einsatz befindlichen Besatzungsmitglieder des Rettungswagens wurden ebenfalls leicht verletzt.

Video vom Unfallort (Lübecker Nachrichten)

Ein zweiter Reisebus mit weiteren Kindern aus dem Schwalm-Eder-Kreis, der am Unfall nicht beteiligt war, holte nach Informationen der Lübecker Nachrichten noch während des laufenden Rettungseinsatzes gegen 21 Uhr die unverletzten Kinder und Jugendlichen ab, um sie zurück nach Dahme zu fahren. Vor Ort kümmerten sich sechs Notfallseelsorger um die Kinder und Jugendlichen.

Zur Ermittlung von Unfallursache und Unfallhergang wurde vonseiten der Staatsanwaltschaft Lübeck ein Sachverständiger zum Unfallort entsandt. 

Für weitere Informationen hat der Schwalm-Eder-Kreis ein Elterntelefon unter der Nummer 04364 4713736 geschaltet. Betroffene erreichen dort die Betreuer und pädagogischen Mitarbeiter der Dahme-Freizeit.

Kartenansicht: Dahme / Schleswig-Holstein

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