Polizei fahndet nach Golf, der am Heck beschädigt ist

Riesenknall bei Fritzlar: Explosion im ehemaligen Bundeswehr-Bunker

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Schwerstarbeit für die Feuerwehr: Immer wieder explodierten Feuerwerkskörper im ehemaligen Bundeswehr-Bunker in Fritzlar.

Bei einem Brand in einem ehemaligen Bundeswehr-Bunker in Fritzlar (Schwalm-Eder) hat es in der Nacht groß geknallt. Unbekannte waren in das Pyrotechnik-Lager eingebrochen.

Großalarm für die Feuerwehren aus Fritzlar. Die Leitstelle hatte einen Waldbrand im ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr im Fritzlarer Stadtwald gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehren stellte sich heraus, dass ein Bunker mit zwei Kammern im Vollbrand stand. Darin waren Feuerwerkskörper gelagert. 

Zuvor hatte es eine starke Explosion gegeben, die man bis in das mehr als zehn Kilometer entfernte Bad Zwesten hörte. Auch ein greller Lichtblitz war zu sehen. Anwohner aus dem benachbarten Stadtteil Rothhelmshausen hatten besorgt die Feuerwehr alarmiert.

Die Detonation war so stark, dass Feuerwerks- und Munitionsteile bis in den Wald gegenüber dem Bunker geschleudert wurden. Dazu explodierten im Bunker laufend weitere Feuerwerkskörper und erschwerten die Löscharbeiten. Die Feuerwehr baute eine Wasserversorgung mit Löschfahrzeugen auf, die vor der Georg-Friedrich-Kaserne aufgefüllt wurden.

Wie an der Einsatzstelle zu erfahren war, hatten die bislang unbekannten Täter das Eingangstor zum Munitionsdepot aufgebrochen, ebenso den Bunker. Möglicherweise wurden sie dabei verletzt, heißt es bei der Polizei. Die sucht nun nach einem blauen oder schwarzen Golf V, der in der Nähe des Tatortes und später mit hoher Geschwindigkeit in Rothelmshausen im Birkenweg gesehen wurde. Der Wagen soll auf der Seite mit einer hellen Schrift versehen sein. Außerdem ist wahrscheinlich die Heckscheibe kaputt. 

Im Einsatz waren alle Feuerwehren aus Fritzlar unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke.

Hier befindet sich der ehemalige Bundeswehr-Bunker:

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