Gebiet weiträumig abesperrt

Bundeswehr-Leuchtmunition am Edersee entschärft

Vöhl. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes haben am Sonntagnachmittag das Geschoss einer sogenannten Leuchtbüchse im Fürstental am Edersee kontrolliert zur Explosion gebracht. 

Die Leuchtbüchse ist eine Panzerabwehrhandwaffe, die zur Gefechtsfeldbeleuchtung dient. Es handelte sich bei dem Geschoss nicht um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern um jüngeres Material, dass von der Bundeswehr stammt. Das 84-Millimeter-Geschoss ist laut Polizei am späten Nachmittag kontrolliert zur Explosion gebracht worden. Das Gebiet war weiträumig abgesperrt.

Ein Besucher des Campingplatzes hatte das Geschoss am Samstag in unwegsamen Gelände etwa 800 Meter von der Fürstetal-Klause am Ufer des Edersees gefunden und gegen 13.30 Uhr die Polizei verständigt. Das erklärte Polizeisprecher Jörg Dämmer auf Nachfrage.

Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes aus Wiesbaden begutachteten den Fund und entschieden, das Geschoss kontrolliert zu sprengen. Die Vorbereitungen dazu wurden am Sonntagmorgen getroffen. Das Gelände wurde in einem Umkreis von 400 Metern durch die Polizei aus Korbach abgesperrt. Das komplette Material zur Entschärfung musste zu Fuß an die Fundstelle gebracht werden. Kurz vor 17 Uhr wurde das Geschoss gesprengt. 

Hier wurde das Geschoss gefunden:

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