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Bistümer Mainz und Limburg planen gemeinsames Kirchengericht

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Die katholischen Bistümer Mainz und Limburg wollen ihre Kirchengerichte zusammenführen. Geplant ist ein neues gemeinsames Offizialat, der künftige Sitz steht aber noch nicht fest, wie die Diözesen am Donnerstag mitteilten. Kleinere Außenstellen sollen in Limburg und Mainz bestehen bleiben.

Mainz/Limburg - Ein Kirchengericht (Offizialat) ist für alle Bereich des kirchlichen Rechtes zuständig, vor allem kümmern sich die katholischen Gerichte um Ehe-Aufhebungsverfahren. In kirchenrechtlichen Strafverfahren geht es aber beispielsweise auch um Missbrauchsvorwürfe, eine Entlassung aus dem Kirchendienst könnte eine der möglichen Strafen sein.

Die Bistümer wollen mit der Zusammenlegung der Kirchengerichte Synergien schaffen und sich noch effektiver aufstellen. In einem ersten Schritt soll ab Juli der Leiter des Limburger Kirchengerichts den Posten seines Kollegen in Mainz mit übernehmen, der in den Ruhestand geht. Die oberste römische Gerichtsaufsichtbehörde der katholischen Kirche müsse der Gründung des gemeinsamen Offizialats noch zustimmen. Die Bistümer Mainz und Limburg umfassen Gebiete sowohl in Hessen als auch in Rheinland-Pfalz. dpa

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